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Drei Fürther Metzger unter den 500 Besten Deutschlands

Beim Kampf um die beste Wurst liegen Stadt und Landkreis vorne - 01.11.2019 16:00 Uhr

Stolz auf ihre Zugehörigkeit zur Elite der Fleischerbranche sind (von links): Maximilian Ammon, Angelika Ammon, Walter Kallert jun., Beate Schuster und Thomas Schuster.

30.10.2019 © Foto: Kreishandwerkerschaft Fürth


Ob traditionelle fränkische Bratwurst oder ein Dry-Aged-Steak mit modernem "Cut": Deutschland ist ein wahres Paradies für Fans herzhafter wie feiner Fleischwaren. Als Hüter dieses Schatzes gelten die handwerklichen Metzgereien, von denen es bundesweit noch 12 360, im Freistaat Bayern noch 3277 gibt. Auf die Suche nach den 500 besten von ihnen machte sich kürzlich das Gourmet-Magazin Der Feinschmecker – und kürte auch drei Innungsbetriebe aus der Stadt und dem Landkreis Fürth.

25 Mitarbeiter waren nach Angaben der Feinschmecker-Redaktion Hunderte von Kilometern von Flensburg bis Garmisch unterwegs, um in anonymen Testkäufen nicht nur die Qualität von Fleisch und Wurst, sondern auch die kompetente Beratung und Freundlichkeit der Verkäuferinnen in den Fachgeschäften mit dem prägnanten "f" zu prüfen. Da gab es allerhand zu verkosten: Über 1500 Wurst- und Schinkensorten (Weltrekord!) sind hier zuhause, von Holsteiner Mettwurst bis Münchner Weißwurst, von Oecher Puttes in Aachen bis Greußener Salami in Thüringen, von Nürnberger Brat- bis Stadtwurst.

Überlieferte Familienrezepte für Fränkische Leberwurst oder Presssack Hausmacher Art sind das eine – und ein Stück Kulturgut. Aber die Übersicht der "500 besten Metzger Deutschlands", die der September-Beilage des Fachmagazins als 212-seitiges Taschenbuch beiliegt, zeigt auch eine weitere Tendenz: Die Metzgereien haben sich fit für die Zukunft gemacht, bieten heute Gaumenfreuden der Extraklasse und kundenorientierte Seminare, veredeln Spezialitäten von mediterran bis asiatisch, setzen auf Top-Qualität und internationale Trends.

Viele der "jungen Wilden" unter den Metzgermeistern haben sich zum "Fleischsommelier" weitergebildet und begeistern Grillfans mit gut gereiften Steaks (oft acht Wochen) und neu entdeckten Zuschnitten wie Denver cut, flank steak, flap meat oder tri-tip ("Bürgermeisterstück"). Schickes Design, Erlebniswelten rund ums Fleisch und pfiffige Ideen seien Trümpfe moderner Metzgereien. Fazit der Feinschmecker-Redaktion: "Es lebe das Handwerk!"

Im Folgenden finden Sie die ausgezeichneten Betriebe der Fleischerinnung Mittelfranken-Mitte aus der Stadt und dem Landkreis Fürth (mit besonderen Empfehlungen des Feinschmeckers in Stichworten):

Metzgerei Ammon in Burgfarrnbach (Würzburger Straße 550, http://www.metzgerei-ammon.de): Kalb-, Rind-, Schweinefleisch aus regionaler, artgerechter Tierhaltung, Spezialitäten wie luftgetrocknete Salami mit Knoblauch, zartes Bündnerfleisch, Steinsalz-Kräuter-Schinken, grobe Apfel-Leberwurst, geräucherte fränkische Stadtwurst, Gelbwurst, Presssack.

Metzgerei Sellerer-Schuster in Fürth (Hirschenstraße 15, http://www.ideenmetzger.de): Fleisch aus der Region, jeden Mittwoch Schlachtschüssel mit Kesselfleisch, Kraut-, Leber- und Blutwurst, viele Leberkäse-Variationen, innovativ: Tomatenleberwurst und Rum-Salami, hausgemachte Salate und "Stadtwurst mit Musik", Geflügel und Wild auf Bestellung, Mittagsmenüs.

Metzgerei Kallert in Puschendorf (Fürther Straße 3, http://www.metzgerei-kallert.de): eigene Schlachtung, gut gereifte flank steaks, picanha, Schweinebäckchen, baby back ribs, Dry-Aged-Roastbeef, mit Rosmarinfarce gefüllter Schweinebauch, zarter Kochschinken im grünen Spargelmantel, Leberkäse und -wurst, großes Dosensortiment.

 

fn

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