400 Studierende protestieren gegen „Abzocke-Gebühr“

Peter Millian

Lokalredaktion

27.5.2011, 10:30 Uhr
Als „misslungen“ gilt den Studierenden nicht nur das neue Logo der FAU, sie gehen vor allem gegen das Versagen einer Hochschulpolitik vor, die mit Studiengebühren soziale Auslese betreibe, wie sie kritisieren.

© Bernd Böhner Als „misslungen“ gilt den Studierenden nicht nur das neue Logo der FAU, sie gehen vor allem gegen das Versagen einer Hochschulpolitik vor, die mit Studiengebühren soziale Auslese betreibe, wie sie kritisieren.

Rainer Müller vom Sprecherrat appellierte an die Staatsregierung, die vor fünf Jahren beschlossenen Studiengebühren wieder rückgängig zu machen. Damals hätten zwar sieben Bundesländer diese Gebühr beschlossen, doch wurde sie in Hessen, im Saarland und in Nordrhein-Westfalen wieder abgeschafft, in Hamburg und Baden-Württemberg stehe die Abschaffung bevor. Neben Niedersachsen bleibe dann nur noch Bayern, das dieses „Auslaufmodell“ praktiziere.

Wie eine Vertreterin der Linken und kritischen Studierenden (LukS) forderte Müller „Bildung für alle, und zwar umsonst“. Die LukS-Vertreterin verwies aber auch darauf, dass bereits heute viele Studierende arbeiten müssten, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren — die Studiengebühren müssten deshalb als eine besondere Strafgebühr erscheinen. Es sei deshalb nicht abwegig, in den Studiengebühren ein Instrument der gesellschaftlichen Aufspaltung zu sehen, der sozialen Elitebildung. An den Universitäten herrsche zudem statt Mitbestimmung ein immer stärkerer Einfluss der Wirtschaft.