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Bewohner ziehen in die Gundelhäuser in Erlangen

Ende September sollen die umstrittenen Häuser in der Goethestraße fertig sein - 17.09.2015 15:00 Uhr

Die Sandsteinfassade am Haus Goethestraße 23 wird gerade wieder aufgebaut. Schon Ende des Monats werden die ersten Bewohner in das neue Ensemble einziehen.

16.09.2015 © Foto: Klaus-Dieter Schreiter


Nicht nur Probleme mit der nicht ausreichenden Standfestigkeit der Nachbarhäuser hatten zu Verzögerungen geführt. Auch der Denkmalschutz hatte dem Bauherrn, der Erlanger ZBI Zentral Boden Immobilien AG, den Terminplan durcheinander gebracht. Lange wurde nämlich darum gerungen, wie den denkmalgeschützten, historischen Bauten aus dem 18. Jahrhundert – hierbei handelt es sich um die Häuser Goethestraße 19 und 23, ihre Bedeutung zurück gegeben werden kann.

Letztendlich blieb nur der Abriss, weil alles zu marode war. Die Sandsteinfassade des Hauses 23 wurde jedoch sorgfältig abgetragen und zwischengelagert. Jetzt bauen sie Fachleute wieder auf. Weil wegen der zur „Gundelzeit“ in die Fassade gebrochenen großen Schaufenster die Sandsteine für die nun nach historischem Vorbild neu gebaute Fassade nicht mehr ausreichen, wurden sie längs durchgeschnitten, so dass nun die doppelte Anzahl vorhanden ist. Bis zu 130 Kilogramm wiegt so ein Stein.

Sieht es vor den Häusern noch wie eine Großbaustelle aus, ist der Innenausbau bereits weit fortgeschritten. Besonders in den letzten Wochen haben sich Architekten, Bauleitung und die Verantwortlichen der ZBI, vor allem aber die Handwerker, mächtig ins Zeug gelegt.

Nicht nur die Bewohner, die demnächst einziehen werden, freuen sich darüber. Auch die Busfahrer werden dankbar sein, dass ihnen die täglichen Staus an der Engstelle bald nicht mehr den Fahrplan durcheinander bringen. Denn allzu oft haben die dort zur Anlieferung der Materialien parkenden großen Lkw ihnen Präzisionsarbeit beim Vorbeifahren abverlangt. Und nicht nur einmal sind sie stecken geblieben. Jedoch hat die ZBI für das Parken vor der Baustelle eine Sondergenehmigung.

Wie berichtet, hatten sich die Altstadtfreunde vehement gegen den Abriss und Neubau des Ensembles nach historischem Vorbild gewehrt. Dann könne man eigentlich jedes zweite alte Haus in der Altstadt abreißen. Die ZBI geht aber davon aus, dass mit der neuen Häuserzeile und dem Eckhaus ein stimmiges Ensemble und ein Schmuckstück geschaffen werden in der Innenstadt.

„Dafür hätten wir eigentlich einen Preis verdient“, meint darum Dietmar Funk von der ZBI. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

kds

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