Montag, 21.10.2019

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Bubenreuther "Geigenmännla" feiert 50. Geburtstag

Denkmal wurde zum 650. Stadtjubiläum von Schönbach enthüllt - 03.01.2019 15:00 Uhr

Seit 50 Jahren steht das Geigenmännla auf dem Eichenplatz in Bubenreuth. © Eduard Weigert


Otto Schuh war eine der treibenden Kräfte für die Kulturgruppe Bubenreuth. Als Chorleiter war er auch kulturell aktiv. Viele der Bubenreuther Neubürger, die sich auch in der Kulturgruppe engagierten, sowie etliche Instrumentenbauer wünschten sich ein Geigenbauer-Denkmal auch in ihrer neuen Heimat, nachdem sie sich hier etabliert hatten.

Überschüsse aus Veranstaltungen der Kulturgruppe wurden angespart. Nach etlichen Jahren war es soweit: Anlässlich der 650-Jahr-Feier der Stadterhebung von Schönbach im Jahr 1969 wurde auf dem Eichenplatz — einem Grundstück der Burschenschaft der Bubenreuther — das Geigenbauer-Denkmal feierlich enthüllt. Damit wurde ein Stück Erinnerung an die alte Heimat geschaffen und gleichzeitig dem Stadtjubiläum von Luby Reverenz erwiesen.

Die Bubenreuther feierten dieses Stadtjubiläum in der Mehrzweckhalle feierlich mit, verkauften auch die Festschrift, die anlässlich des 650. Jubiläums herausgegeben wurde.

Die Kosten für das Denkmal, das vom Erlanger Fotografen und Bildhauer Helmut Lederer, selbst aus dem Sudetenland gebürtig, geschaffen wurden, waren seinerzeit mit 40 000 D-Mark veranschlagt. Je 6000 Euro steuerten die Gemeinden Heppenheim und Bubenreuth bei, die beide die Patenschaft über Schönbach übernommen hatten. Dazu kam das von der Kulturgruppe angesparte Geld. Trotzdem hätte all das bei weitem nicht zur Finanzierung des Bubenreuther Geigenmännlas gereicht. Doch Helmut Lederer verzichtete auf einen Teil seines Honorars und ermöglichte so eine rasche Verwirklichung des Denkmals.

Schon zur Enthüllung hatte die Sparkasse Erlangen seinerzeit eine Gedenkmünze in Gold und Silber prägen lassen, auf der der Geigenbauer zu sehen ist. Seither ist das Geigenmännla vielfach fotografiert und als Motiv von anderen Künstlern verarbeitet worden. Mittlerweile hat es sich auch zu einer Art Wahrzeichen in Bubenreuth entwickelt. Dazu hat sicher auch der Umstand beigetragen, dass dort auf dem Eichenplatz die Gemeinde am Heiligen Abend eine kleine, öffentliche Weihnachtsfeier veranstaltet, nicht nur für die aus Schönbach stammenden Bewohner des Ortes, sondern für alle Bubenreuther.

dik/hrei

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