Demo in Erlangen: E-Werk-Mitarbeiter fordern mehr Geld

14.3.2017, 06:00 Uhr
Die Angestellten des E-Werks hoffen auf eine Erhöhung ihrer Löhne: Am Mittwoch, 15. März, findet ab 16 Uhr eine Kundgebung vorm Rathaus statt.

Die Angestellten des E-Werks hoffen auf eine Erhöhung ihrer Löhne: Am Mittwoch, 15. März, findet ab 16 Uhr eine Kundgebung vorm Rathaus statt. © Edgar Pfrogner

Wenn im Kultur-Ausschuss die Sprache auf die angespannte finanzielle Lage im E-Werk kommt, kann regelmäßig eine gewisse Erleichterung auf den Gesichtern mancher Stadträte entdeckt werden. Denn auf der einen Seite erbringt das Kulturzentrum jede Menge soziokulturelle und kulturelle Leistungen, die viel Aufwand und Geld kosten, für Erlangen. Auf der anderen Seite ist das E-Werk aber eben längst keine städtische Institution mehr.

Vielmehr wird das Haus mit seinen über 130 Mitarbeitern von einer GmbH und einem Verein betrieben. Die Stadt stellt das historische Gebäude zu Verfügung, finanziert Umbaumaßnahmen und schießt pro Jahr knapp 600.000 Euro zum laufenden Betrieb bei.

In vielen anderen Städten sind solche Häuser hingegen unter kommunaler Trägerschaft - und dort müssen Beschäftigte nach Tarif-Vertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) bezahlt werden.

Nicht wenige der Mitarbeiter im E-Werk sind der Meinung, dass ihnen - GmbH hin, GmbH her - ebenfalls ein Lohn zusteht, der sich am TVöD orientiert. "100 Prozent Kultur verdient 100 Prozent Bezahlung" - am besten sofort per Nachtragshaushalt - lautet der Slogan, mit dem der Betriebsrat und ein Arbeitskreis der Belegschaft  am Mittwoch ab 16 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Rathaus aufruft.

Derzeit bekommen die E-Werk-Angestellten laut Betriebsrat "maximal 80 Prozent" des Tariflohns.

Unterstützung erhält der Betriebsrat vom E-Werk-Geschäftsführer Berndt Urban: "Natürlich würden wir uns sehr freuen, wenn wir endlich tarifgerecht bezahlen könnten. Dies ist jedoch aus eigener Kraft nicht möglich, und dafür benötigen wir die Unterstützung der Stadt Erlangen durch eine Erhöhung unseres Zuschusses."

Verständnis für dieses Problem signalisieren die Parteien im Rathaus. Alle sehen aber noch großen Beratungs- und Diskussionsbedarf.

 

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