Mittwoch, 11.12.2019

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Die Tage der Grundschule in Baiersdorf sind gezählt

Der Stadtrat von Baiersdorf beschloss mehrheitlich, eine Konzeptplanung für den Neubau der Schule im Stadtosten in Auftrag zu geben. - 17.11.2019 10:00 Uhr

Die Grundschule an der Bodenschatzstraße leidet schon seit längerem unter beengten Verhältnissen. Gründe sind eine wachsende Schülerzahl und die Zunahme der Kinder in der Mittagsbetreuung. © Harald Hofmann


Der geschäftsleitende Beamte Klaus Huztler trug dem Stadtrat die Ergebnisse der Besprechung vor: Am bestehenden Standort wird keine Erweiterungsmöglichkeit gesehen. Entsprechend ist die Regierung bereit, einen Neubau der Schule zu fördern, weist jedoch auf die Zuschussbindung des bestehenden Schulhauses hin. Grundlage für die Planung eines Neubaus ist das genehmigte Raumprogramm für die Grundschule mit 13 Klassen. Die Regierung sieht trotz neuer Schülerzahlprognosen, die einzelne vierzügige Jahrgänge erwarten lassen, keine Notwendigkeit, von einer generellen Vierzügigkeit auszugehen.

Grundsätzlich wäre eine Zweihäusigkeit der Grundschule möglich, käme jedoch allenfalls bei einer generellen Vierzügigkeit in Betracht. Das Fazit lautet "Nach derzeitigem Stand wäre ein Neubau für 13 Klassen mit einer späteren Möglichkeit der Erweiterung auf eine Vierzügigkeit und Nutzung von Synergien (Dreifachturnhalle, Außensportanlagen des BSV, gemeinsame Mensa mit der Mittelschule usw.) die wahrscheinlich sinnvollste Alternative."

Jürgen Maisch (FWG ) äußerte den Verdacht, dass die Planungen "einseitig auf eine neue Schule hinauslaufen". Julia Seidel (FDP) hingegen fand es merkwürdig, "dass wir Expertengutachten als tendenziös bewerten". Für sie die schönste Lösung wäre, wenn in drei Jahren die Schülerzahlen eine Vierzügigkeit erlauben und damit eine Zweihäusigkeit der Grundschule ermöglicht würde. Dann hätten die Schüler im Westen sowie jene im Osten der Stadt jeweils einen kurzen Schulweg. Das sah auch Angelika Lösel (FWG) so. "Kurze Beine, kurze Wege", gab sie als Devise aus.

Karl-Heinz Roll (Bündnis 90/Die Grünen) äußerte, dass ihn die vorgelegten Zahlen noch nicht überzeugten. Er fragte zudem nach der Nachnutzung für den bestehenden Gebäudekomplex der Grundschule.

Da wiederum sieht Bürgermeister Andreas Galster (CSU) keine Probleme. Sowohl ein Kindergarten könnte hier untergebracht werden als auch verschiedene Vereine, bekundete er.

Matthias Götz (SPD) drängte auf eine Entscheidung. "Wir haben inzwischen jede mögliche Variante mehrfach geprüft. Wir brauchen eine zukunftsfähige Lösung". Allerdings hielte er es für eine "charmante Idee", wenn bei der Planung die Option für eine Zweihäusigkeit mitgedacht werden könnte.

Am Ende votierte das Gremium gegen drei Stimmen dafür, die Planungen für einen Neubau in Gang zu bringen.

DIETER KÖCHEL

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