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Donnerstag, 05.12.2019

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Die Vergangenheit darf sich nicht wiederholen

Oberbürgermeister Florian Janik bei Gedenkveranstaltung: Der AfD die Stirn bieten. - 11.11.2019 06:00 Uhr

Oberbürgermeister Florian Janik bei der Gedenkveranstaltung zum Judenpogrom 1938 auf dem jüdischen Friedhof. © Edgar Pfrogner


Die verstärkte Präsenz der Polizei sei notwendig gewesen, so ein Polizeisprecher in Nürnberg, weil ein Sicherheitsdienst in der Bahnunterführung im Bubenreuther Weg (dem "Mausloch") Schüsse gehört hatte.

Die Polizei setzte sogar einen Sprengstoffhund ein und fand auch sieben Hülsen von Platzpatronen. Jetzt ermittelt die Kripo Erlangen in alle Richtungen, auch ein Jungenstreich wird nicht ausgeschlossen.

Beim Gedenken an das Pogrom vor 81 Jahren sagte Oberbürgermeister Florian Janik, dass es "unvorstellbar" sei, was damals passierte. Sich an das Vergangene zu erinnern, sei in diesen Zeiten aber zu wenig, wenn wieder "Nazis Jagd auf Menschen machen". Nach dem Anschlag von Halle "können wir es nicht hinnehmen, dass die Gesellschaft weiter vergiftet wird."

Gegen die Hetze der AfD gebe es eine gesellschaftliche Verpflichtung aufzustehen. "Wir müssen den Nazis, Nationalisten und Populisten die Stirn bieten". Was vor über 80 Jahren in Deutschland geschah, dürfe sich nicht mehr wiederholen.

Schülerinnen und Schüler der Hermann-Hedenus-Mittelschule verlasen dann die Namen und Schicksale der Erlanger Juden, die Opfer des Pogroms am 10. November gewesen waren. Die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Erlangen, Ester Limburg-Klaus, entzündete für die 1980 in Erlangen ermordeten Schlomo Lewin und Frida Poeschke eine Kerze.

emr

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