Ferienprogramm für Kinder

Eckental: Nur die "Welt des Wassers" fiel in selbiges

Scott Johnston
Scott Johnston

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1.9.2021, 09:54 Uhr
Sehr konzentriert arbeiteten die Kinder innerhalb des Eckentaler Ferienprogramms beim Töpferkurs von Susanne Reuter in Kleingeschaidt mit.

Sehr konzentriert arbeiteten die Kinder innerhalb des Eckentaler Ferienprogramms beim Töpferkurs von Susanne Reuter in Kleingeschaidt mit. © Scott Johnston

Längst wird schon im Vorfeld darauf geachtet, dass sich bei den Veranstaltungen die Hygienerichtlinien einhalten lassen. Da sich durch die schwankenden Inzidenzwerte die Bestimmungen immer wieder ändern, muss entsprechend flexibel reagiert werden.

Vor allem die Größe der Kurse gestalteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendbüros um Koordinatorin Paulina Roßbach so, dass die Teilnehmer ausreichende Abstände untereinander wahren können, Bei Ausflügen ist dies nicht immer einfach, weil es auch zu Kontakten mit fremden Personen kommt und auch die Kontrolle schwieriger ist.

Kein Ausflug zum Club

Zwei Highlights aus der Zeit vor Covid-19 mussten leider ganz aus dem Programm genommen werden. Zum einen ist dies die Führung durch das Max-Morlock-Stadion, wo unter anderem der 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga auf Punktejagd geht. Zum anderen macht auch die Besichtigung der Polizeiinspektion in Uttenreuth derzeit wenig Sinn, weil in den Räumen zu viel Enge herrschen würde.

Zum Glück bleiben genügend Alternativen wie der Besuch des Wildparks in Hundshaupten sowie des Kletterwalds bei Betzenstein oder eine Abenteuertour durch die Bitterbachschlucht. Angesichts des kühlen und regnerischen Wetters wurde nach Möglichkeiten gesucht, gegebenenfalls in überdachte Lokalitäten ausweichen zu können.

Ausgerechnet bei der "Entdeckung der Welt des Wassers" am Brander Weiher öffnete der Himmel seine Schleusentore. Dies stellte allerdings die einzige Veranstaltung dar, die abgebrochen werden musste. Neu im Angebot sind heuer BMX-Workshops am Skaterpark in Forth und Konzerte für Kinder.

Kräftig wie einst Herkules: Bei der Abenteuertour durch die Bitterbachschlucht ließen die jungen Eckentaler ihre Muskeln spielen.

Kräftig wie einst Herkules: Bei der Abenteuertour durch die Bitterbachschlucht ließen die jungen Eckentaler ihre Muskeln spielen. © Jugendbüro Eckental

Zu den Klassikern zählt das Töpfern bei der Keramikerin Susanne Reuter in Kleingeschaidt. Wie das Ponyreiten einschließlich Bemalung wird es zweimal in der Woche angeboten - wegen der großen Nachfrage, aber auch, um durch kleinere Gruppen die Abstände einhalten zu können.

"Ich freu mich schon vor den Ferien richtig auf den Kurs", sagt der elfjährige Moritz aus Forth. Der weiche Ton lasse sich prima kneten und zu den unterschiedlichsten Objekten formen. "Uns fällt jedes Mal etwas Neues ein. Wir inspirieren uns dabei auch gegenseitig."

Dies bestätigt der zwei Jahre jüngere Tobias aus Forth. Die beiden denken schon an Weihnachten und fertigen individuelle Geschenke an. Dazu gehören Namensschilder für die Geschwister und die Eltern.

Vielfältige Objekte aus Ton

Doch auch Daumenschälchen, Reiter mit Lanzen, Micky-Mäuse oder Müsli-Schalen verlassen die Produktionsstätte in Kleingeschaidt. Laut Leiterin Susanne Reuter sind bei den Kinder, die vielfach bereits seit mehreren Jahren beim Töpfern dabei sind, deutliche Lernfortschritte zu verzeichnen: "Sie sind einfach mit Begeisterung bei der Sache und probieren solange herum, bis sie mit dem Resultat zufrieden sind." Anschließend glasiert und brennt Susanne Reuter die Kunstobjekte, die dann abgeholt werden können.

Auch ein Schnupperkurs im Segelfliegen auf dem Flugplatz in Lillinghof kam gut an. Höhepunkt war ein Rundflug mit einem Blick aus der Vogelperspektive auf das jeweilige Elternhaus.

Leichtes Bauchkribbeln gehörte genauso dazu wie bei der Zaubershow der Kräuterhexe oder einer Fledermaus-Führung. Ohne Spuck-Attacken ging der Ausflug mit Lamas bei Pommelsbrunn über die Bühne, da sich die Jungen und Mädchen äußerst tierlieb zeigten.

Alternative zum Reisen

Zirka 380 Kinder nehmen oder nahmen an den insgesamt 143 Kursen des Ferienprogramms teil. Etwa 60 Jugendliche belegten 21 weitere Kurse, die extra für diese Altersgruppe zusammengestellt worden waren.

Auch hier machte sich Corona bemerkbar. Wegen der unsicheren Lage und der Gefahr, nach der Rückkunft erst einmal in Quarantäne zu müssen, verzichteten zahlreiche Eltern in diesem Jahr auf eine Reise ins Ausland. "Ihnen kam es wie gerufen, dass wir erneut ein recht abwechslungsreiches Programm aufgestellt haben", berichtet Paulina Roßbach: "Da brauchte niemand Angst zu haben, dass es den Kindern langweilig wird."

Für einige der restlichen Kurse sind noch Plätze frei. Auf der Internetseite https://eckental.ferienprogramm-online.de/ kann man sich hierzu einen Überblick verschaffen und noch anmelden.

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