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Effeltrich: Architektenwettbewerb für neue Ortsmitte

Der Gemeinderat Effeltrich beschloss in einer Sondersitzung, das Gelände neben dem Rathaus zu überplanen - 29.11.2018 18:00 Uhr

Das Areal neben dem Rathaus soll zu einer neuen funktionalen Ortsmitte werden. © Foto: Dagmar Niemann


Wie Bürgermeisterin Kathrin Heimann eingangs ausführte, besteht das Problem einer funktionalen Ortsmitte in Effeltrich darin, dass die alte, auf die Kirche und die Linde zentrierte Ortsmitte durch die viel befahrene Staatsstraße 2243 zertrennt wird. Deshalb soll auf dem Gelände rings um das Rathaus eine neue funktionale Ortsmitte geschaffen werden. Die Freiflächen im Umfeld des Rathauses müssen deshalb neu und attraktiv gestaltet werden, so dass sich den von Kersbach her in den Ort einfahrenden Besuchern ein angenehmer Anblick auf das neu gestaltete Areal bietet.

In Zusammenarbeit von Bürgern, Verwaltung und Fachleuten wurde im Rahmen des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) bereits erarbeitet, wie man das Rathausgelände in Zukunft nutzen könnte. Die etwa 1000 Quadratmeter große Freifläche nördlich des Rathauses und am östlichen Ende der Dr.-Rühl-Straße einschließlich des Festplatzes ist im Besitz der örtlichen Obstbaumzuchtgenossenschaft. Die möchte ihre Grundstücke veräußern, und es wäre zu überlegen, ob die Gemeinde sie erwerben sollte.

Nicht zu dicht bauen

Dagegen gehört das Grundstück, auf dem vor einiger Zeit das Ärztehaus errichtet worden ist, der Gemeinde. Es muss in alle weiteren Planungen sinnvoll eingepasst werden. Einige Räte betonten, dass unbedingt darauf zu achten sei, die neue Bebauung nicht zu dicht zu gestalten; auch dürften die einzelnen Gebäude nicht zu klobig wirken; sie sollten also nicht vielgeschossig sein.

In der Sitzung ging es vor allem darum, sich darüber einig zu werden, wofür das Rathausgelände genutzt werden soll: für Seniorenwohnungen mit Tagespflege und kleinen Läden, Wohnungen für junge Familien, einen Platz für Feste und Events und eine begrünte Freifläche.

Außerdem wurde diskutiert, ob man einen Architektenwettbewerb ausschreiben solle, ob das eher ein Ideen- oder ein Realisierungswettbewerb sein müsse, ob man einen Wettbewerbsbetreuer brauche, welche Investoren oder Bauträger angesprochen werden könnten und welche staatlichen Fördergelder es eventuell gebe. Bei einer Gegenstimme entschieden sich die Räte schließlich für einen Realisierungswettbewerb. Für die Auslobung und Organisation des Architektenwettbewerbs will man die Hilfe eines Wettbewerbsbetreuers in Anspruch nehmen; dafür sollen einschlägige Stadtplanungsbüros angeschrieben und die anfallenden Kosten geklärt werden. Als besonders zu beachten wurde in der verabschiedeten Vorlage u.a. festgehalten, dass der alte Baumbestand zu erhalten und die Kosten für den Bau einer Tiefgarage zu prüfen seien, dass eine Lärmabschirmung des Areals gewünscht werde, dass die Frage der Energiezulieferung, eventuell durch ein Blockheizkraftwerk, besondere Beachtung verdiene und dass die Dr.-Rühl-Straße planerisch einbezogen, aber in ihrer Funktion als Straße erhalten bleibe.

Bürgermeisterin Kathrin Heimann und Andrea Hofmann vom Bauamt waren zuversichtlich, dass sie bereits in der nächsten Sitzung kurz vor Weihnachten weitere Informationen vorlegen können.

DAGMAR NIEMANN

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