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Effeltrich: Frische Ideen sind gefragt

Für das neue Rathausgrundstück und den Festplatz in Effeltrich soll es jetzt einen Planungswettbewerb geben. - 02.08.2020 18:00 Uhr

Das freie Grundstück mit der mächtigen Platane soll zum Wettbewerb für das Rathausareal ausgeschrieben werden. Links ist das Ärztehaus zu sehen.

31.07.2020 © Foto: Dagmar Niemann


Ingo Quaas vom Architekturbüro für Stadtplanung (Weimar) und seine Mitarbeiterin Katya Seydel waren angereist, um die Wünsche und Vorstellungen der Räte kennenzulernen und ihre Vorschläge zu sammeln. Die Ergebnisse werden in eine Ausschreibung zu einem Wettbewerb einfließen, der für Architekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten offen ist.

Das zur Diskussion stehende Grundstück gehört in Gänze der Gemeinde. Die ehemalige Bürgermeisterin Kathrin Heimann hatte mit der Obstbaumzucht- und Verkaufsgenossenschaft den Verkauf ausgehandelt, der inzwischen getätigt worden ist.

Bäume bleiben erhalten

In der Sitzung wurde klar, dass um die Bestandsgebäude herum geplant werden soll, dass also das Rathaus, das Ärztehaus, die alte Scheune und das Trafohäuschen an der Forchheimer Straße auf jeden Fall erhalten bleiben. Das Gleiche gilt für den vorhandenen Baumbestand, vor allem für die Platane auf dem Grundstücksteil hinter dem Ärztehaus.

Der Effeltricher Rathausvorplatz mit Pavillon und Brunnen könnte dagegen etwas modernisiert werden. Auch der zukünftige Anbau an der hinteren Giebelseite des Rathauses mit einem Fußweg an dem Gebäude für die Verwaltung sollte berücksichtigt werden.

Sanitätshaus und Café

Neu zu errichten wäre eine Einrichtung für Senioren, mit Tagespflege, teilstationärer Pflege und betreutem Wohnen. Weiter sollen Wohnungen gebaut werden — in Gebäudekomplexen, die in der Höhe an die Umgebung angepasst sind. Stichworte dafür sind "junges Wohnen", "barrierefreies Wohnen" und "sozialer Wohnungsbau".

Auch an Ladengeschäfte und Dienstleistungsbetriebe soll gedacht werden, wie etwa an ein Sanitätshaus oder an ein Café, zum Beispiel das von der Baumschule Kaul betriebene Eiscafé "Orangerie".

Natürlich darf auch ein belebter Platz nicht fehlen, eventuell mit einem Spielplatz für mehrere Generationen, einer Kneipp-Anlage und vielleicht einem Wochenmarkt. Und irgendwo müssen Autostellplätze untergebracht werden, weil eine Tiefgarage wahrscheinlich zu teuer ist. Äußerst wichtig ist auch der Lärmschutz, denn die Forchheimer Straße wird gegenwärtig von zirka 6000 Fahrzeugen pro Tag benutzt.

Kaufverhandlungen laufen

Die populäre Idee eines Bürgerhauses beziehungsweise eines Hauses für die Vereine wurde zurückgestellt, da zurzeit Kaufverhandlungen zwischen der Gemeinde und dem Besitzer des Gasthauses Merkel laufen. Für die Umgestaltung dieses Anwesens in ein Bürgerhaus könnte eine Förderung von bis zu 80 Prozent in Anspruch genommen werden. Im Oktober wird Ingo Quaas dem Gemeinderat die von ihm auf der Basis dieser Ideen gestaltete Ausschreibung unterbreiten. Falls sie auf Zustimmung stößt, könnte danach zeitnah der Wettbewerb stattfinden. Das Ergebnis sollte dann etwa ein halbes oder ein dreiviertel Jahr später vorliegen.

DAGMAR NIEMANN

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