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Ein frischer Wind durch neue Pfeifen in St. Matthäus

Unterstützerverein für einen Orgelneubau sucht Spender und Sponsoren — Günther Beckstein will Werbetrommel rühren - 27.06.2012

Der Kantor Michael Vetter (vorne) versammelt die Unterstützergruppe für die frischen Pfeifen (mit Ute Hirschfelder und Schirmherr Günther Beckstein, links daneben) vor seiner maroden Orgel. © Bernd Böhner


Seit dieser Zeit wird fieberhaft überlegt, ob und wie man sich einen Neukauf leisten kann. Für Pfarrer Bernd Hofmann ist es — auch theologisch — einleuchtend, dass der Glaube nicht nur aus dem Wort, der Predigt, entspringt, sondern dass auch die Musik (zum Lobe des Herrn) eine Glaubensquelle ist. „Musik berührt und verändert“. sagt Hofmann und verweist auf Psalm 150, in dem alle aus vorchristlicher Zeiten bekannten Musikinstrumente aufgezählt werden mit der Aufforderung: „Alles, was atmet, lobe den Herrn! Halleluja!“

Und dieses „Halleluja!“ soll auch weiterhin erklingen, weshalb sich die Initiative „Frischer Wind durch neue Pfeifen" zum Ziel gesetzt hat, einen Orgelneubau zu finanzieren. Als prominente Unterstützung – gewonnen durch das Gemeindemitglied und Landessynodale Ute Hirschfelder – ist Günther Beckstein, ehemals bayerischer Ministerpräsident und ebenfalls Synodalmitglied. Aber auch in Erlangen haben sich prominente Protestanten hinter das Projekt gestellt: Uni-Vizepräsidentin Johanna Haberer und der Theologe Prof. Walter Sparn, aber auch die Kirchenmusik-Kollegen von Kantor Michael Vetter von St. Matthäus, Prof. Konrad Klek, der Altstädter Kantor Wieland Hofmann und der Neustädter Kantor Ekkehard Wildt.

„Ich schäme mich fast“

Für Dekanatskantor Michael Vetter sind Technik und Klang der Orgel „nicht mehr hinnehmbar – ich schäme mich fast dafür“. Er will den Landeskirchenmusikdirektor der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern, Michael Lochner, für das eine Million Euro teure Projekt begeistern — 100000 Euro sind schon gesammelt. Der hatte schon durchblicken lassen, dass mit einer defekten Orgel auch keine hauptamtliche Kirchenmusikerstelle mehr „drin“ sei.

Für Günther Beckstein geht es nicht nur um eine Orgel, sondern um den Ruf Erlangens als Stadt mit einem reichen kirchenmusikalischen Leben. „Das muss auch so bleiben.“ 

PETER MILLIAN

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