ERH: Kerwa-Total-Absagen vermeiden

22.5.2021, 17:58 Uhr
Ein Bild aus besseren Tagen: So wie hier gezeigt kann Baiersdorf in diesem Jahr aufgrund von Corona keine Kirchweih feiern.

Ein Bild aus besseren Tagen: So wie hier gezeigt kann Baiersdorf in diesem Jahr aufgrund von Corona keine Kirchweih feiern. © Harald Hofmann

((Platzhalter)Schon jetzt ist für die Baiersdorfer klar: Es wird wieder nichts mit der Johanniskirchweih. Da diese schon Ende Juni stattfindet und die Verlängerung des Infektionsschutzgesetzes bis zum 30. Juni gilt, ist kaum Spielraum vorhanden. "Wir wussten zu dem damaligen Zeitpunkt nicht, wann welche Lockerungen möglich sind", sagt Kathrin Rhenisch, Mitarbeiterin der Baiersdorfer Stadtverwaltung. Außerdem ist es bei der Veranstaltung schwer, Zugangskontrollen zu errichten, da die Kirchweih mitten in der Innenstadt gefeiert wird.

"Kräfte bündeln"

Doch Baiersdorf bleibt positiv: "Wir gucken und hoffen jetzt, dass wir unsere Kräfte fürs nächste Jahr bündeln". Es wird sogar über ein Stadtfest im Herbst nachgedacht. Realisierbar ist dies nur, wenn die Infektionslage es möglich macht. "Das sind alles Geschichten, die mit den Vereinen abgeklärt werden müssen."

"Entschlankter Biergarten"

Weiher wird wie letztes Jahr, mit einer Art "entschlanktem Biergarten" der Pandemie trotzen. Das hat 2020 gut geklappt. Mit Essen "auf die Hand", Bierausschank nur aus Flaschen, Kontakterfassung und ohne Zelt feierten rund 180 Gäste sogar bei Livemusik.

"Schönste Abende des Jahres"

"Letztes Jahr waren das die zwei schönsten Abende des Jahres", meint Wolfgang Leeb, Vorstand des Feuerwehrvereins Weiher, der die Kerwa jedes Jahr veranstaltet. Kapazität für 250 Leute steht zur Verfügung. Ob die Kerwa auch in Erlangen beworben wird, ist aber fraglich, denn dann würde man die Zahl der Teilnehmer nicht abschätzen können. Von einer Kerwa ist sowieso nur im entfernten Sinn zu sprechen, da es keine Fahrgeschäfte geben wird. Dass dieser "Gastronomiebetrieb" jedoch stattfindet, ist ziemlich sicher.

Hoffnung nicht aufgegeben

Auch in Möhrendorf hat man die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Offiziell abgesagt ist die Kerwa nämlich nicht. Der Bürgermeister Thomas Fischer und die Burschenvereine wollen nach Pfingsten eine gemeinsame Lösung vereinbaren.

"Auf keinen Fall normale Kirchweih"

Wie die aussieht, ist noch nicht absehbar. Eins erscheint aber klar: "Es wird auf jeden Fall keine normale Kirchweih sein", so Thomas Fischer. Möhrendorf weist zum Glück eine gewisse Spontaneität auf. Denn auch, wenn man sich erst im Juli auf eine Lösung einige, könne man, auch dank des guten Kontakts zu den Schaustellern, schnell ein Event organisieren. Sicher ist jedoch auch hier nichts, doch ein Blick auf die Fallzahlen und Impfraten lässt hoffen.

Man bleibt optimistisch

In Dechsendorf wollten die drei neuen Festwirte schon 2020 frischen Wind in die Kerwa bringen. Daraus wurde aber nichts. Dieses Jahr sieht es leider schon wieder nicht nach richtiger Kerwa aus. Abgesagt wurde das Fest zwar noch nicht, denn man bleibt optimistisch. Rein theoretisch sei es auch noch möglich, da erst Anfang September gefeiert wird.

"Privatkerwa" denkbar

"An sich sind wir noch in der Planung, es wird allerdings ziemlich schwierig, das Ganze umzusetzen", sagt Maximilian Müller, einer der neuen Festwirte. Bis zum Juli wollen sie eine Entscheidung fällen. Realistisch wäre eine Art "Privatkerwa", wie sie schon letztes Jahr in Dechsendorf veranstaltet wurde. Dann würde die Kerwa ausschließlich im "Burschen- und Madlkreis" stattfinden.

Grillabend oder Biergartenbesuch

Auch wenn es dieses Jahr wieder heißt: "Des is etz fei gscheid bläid gloffn", sieht man seit Montag schon wieder den Franken in seinem natürlichen Habitat, dem Biergarten. Obwohl die echten Kerwas vermutlich auch dieses Jahr größtenteils fehlen werden: Einem Grillabend oder Biergartenbesuch mit Freunden und Familie steht im Sommer wohl nichts im Wege. Das ist doch ein Trost.

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