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Erlangen: Lehrer und Erzieher warten auf die Impfung

Am Montag soll außerdem ein Schnelltestzentrum der Stadt in Betrieb gehen - 26.02.2021 12:30 Uhr

Tests von Lehrern und Schülern vor der Rückkehr in die Grundschulen haben nicht geklappt. Ein ministerielles Schreiben zum Impfen der Lehrer gibt es noch nicht.

25.02.2021


Am Mittwoch trat die Verordnung in Kraft, derzufolge Lehrer in Grundschulen und Förderschulen sowie Kita-Personal bei den Corona-Impfungen vorgezogen werden. Sie werden in die Priorisierungsgruppe zwei statt in die Gruppe drei eingestuft und sollen so schnell wie möglich geimpft werden.

Vor Ort wusste man am Donnerstag dazu allerdings noch nicht viel. Von offizieller Seite, also vom Sozialministerium oder von der Stadt, habe man bisher noch keine Informationen erhalten, verlautete es auf Nachfrage dieses Medienhauses aus mehreren Kindertagesstätten freier Träger. "Die meisten Mitarbeiter würden sich impfen lassen", hieß es bei den Befragten außerdem.

Auch bei dem für die Grundschulen zuständigen staatlichen Schulamt war gestern zu hören: "Wir haben keine offiziellen Schreiben".

Wie also wollen Stadt und Landkreis die Impfung von Lehrern und Kita-Personal umsetzen? Die Terminvergabe jedenfalls geschieht nach der Registrierung – wie bei allen Personen, die sich registrieren – mit Hilfe eines Algorithmus, in den die neue Priorisierung eingearbeitet wird. "Das Impfmanagement in Bayern erfolgt über das System BayIMCO. Sobald die Änderungen dort integriert sind, wird die Personengruppe, wie alle anderen auch, Termine über BayIMCO im Impfzentrum erhalten", lautet die Erklärung von Seiten der Stadt.

1500 Mitarbeiter sind in den Kitas im Stadtgebiet beschäftigt, über 1200 Mitarbeiter sind im Landkreis Erlangen-Höchstadt in der Kindererziehung tätig. Hinzu kommen zirka 700 Grundschullehrer in Stadt und Landkreis.

Astrazeneca soll zum Einsatz kommen

Vor allem der Impfstoff Astrazeneca soll hier nun zum Einsatz kommen. Seit heute wird das Vakzin im von Stadt und Landkreis gemeinsam betriebenen Impfzentrum in Erlangen bei den unter 65-Jährigen verimpft. Bis zu 800 Impfungen täglich können inzwischen durchgeführt werden, im Impfzentrum selbst und von den mobilen Teams. Deren Einsatz in Kitas ist derzeit allerdings nicht vorgesehen. Erzieher und Lehrer müssen, wenn sie ihren Termin haben, ins Impfzentrum kommen.

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Nachfragen von Schulen bezüglich der Impfungen habe es im staatlichen Schulamt bisher keine gegeben, hieß es dort am Donnerstag. Weniger die Impfungen, sondern vor allem die Testungen seien momentan Thema. Rechtzeitig vor der Rückkehr in den Unterricht am Montag hätten eigentlich alle Lehrern und Schülern in den Testzentren oder über den Vertragsarzt getestet werden sollen, sagte Schulamtsdirektor Siegfried David. Doch dies sei nicht erfolgt.

Es muss noch mehr getestet werden

Zwar seien mittlerweile schon etliche Lehrer getestet, die Schüler jedoch noch kaum. Dies sei zeitlich nicht zu managen gewesen. "Es hieß, es kämen noch nähere Anweisungen vom Kultus- oder Gesundheitsministerium." Die aber sind offenbar ausgeblieben, doch "das Schreiben, dass wir testen sollen, gilt immer noch".

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Unterdessen wurde am Donnerstag bekannt gegeben, dass die Führungsgruppe Katastrophenschutz der Stadt Erlangen das Corona-Testangebot für Erlanger erheblich ausweitet. Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) Erlangen-Höchstadt richtet auf seinem Gelände in der Henri-Dunant-Straße 4 ein Schnelltestzentrum ein, das ab Montag, 1. März, in Betrieb geht und Antigentests durchführt. Das Schnelltestzentrum sei – so OB Florian Janik – eine "ideale Ergänzung zu bestehenden Testangeboten", beispielsweise auch "flankierend zu den anderen Testangeboten für das Personal in Kindertagesstätten oder Schulen".

EVA KETTLER

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