Freitag, 15.11.2019

|

zum Thema

Fit für die Zukunft: Umweltpreis für drei Schulen in Erlangen

Michael-Poeschke-Schule, das ASG und die FIS ausgezeichnet - 19.09.2019 06:00 Uhr

Stolze Preisträger mit Stadtwerkevorstand Frank Oneseit (l.) und Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens (r.) auf der Dachterrasse der Stadtwerke.


Zum elften Mal haben die Stadt Erlangen und die Erlanger Stadtwerke – die das Preisgeld von insgesamt 5000 Euro stiften – den Umweltpreis vergeben. "Umweltschutz zählt zu den wichtigsten Zielen einer zukunftsorientierten Entwicklung", sagte Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens gestern bei der Verleihung in den Räumen der Erlanger Stadtwerke. Der Preis richte sich vorwiegend an junge Menschen, "denn besonders von ihnen erwarten wir interessante Ideen und Initiativen".


Globaler Klimastreik: Das ist am Freitag in der Region geplant!


Die mit jeweils 1000 Euro dotierten Hauptpreise gingen dieses Jahr an die Michael-Poeschke-Schule, das Albert-Schweitzer-Gymnasium und die Franconian International School.

Die Michael-Poeschke-Schule hat einen Wald- und Naturgarten angelegt. Das ehemals im Stil der 70er Jahre versiegelte Schulhofgelände wurde von der Schule und vom dortigen Hort "HoList" mit Unterstützung des Arche-Bauernhofs und der BayWa-Stiftung völlig verändert. Zu Beginn wurden vier Hochbeete, ein Kartoffelacker und eine Beerenhecke angelegt.

Quiz zu Fridays for Future: Wie gut kennen Sie die Umwelt-Bewegung?

© HANNA FRANZEN/AFP

Die Fridays-for-Future-Bewegung ist in aller Munde. Aber wofür kämpft sie? Wer ist Initiator? Das und viel mehr möchten wir in unserem Quiz von Ihnen wissen!

© Susan Walsh, dpa

© Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

Frage 1/10:

Woher kommt Fridays-for-Future-Gründerin Greta Thunberg?

Zum Einstieg eine zugegeben einfache Frage - Greta Thunberg wurde am 3. Januar 2003 im schwedischen Stockholm geboren.

© Ralf Maro, epd

© Christian Ditsch, epd

Frage 2/10:

Wann fand der erste weltweit organisierte Klimastreik statt?

Ein wenig hat es zwar gedauert, bis die Fridays-for-Future-Bewegung auch international große Wellen schlug - am 15. März 2019 war es dann aber soweit. Fast 1,8 Millionen Menschen nahmen weltweit an den Demonstrationen teil.

© Kirsty Wigglesworth

© NICHOLAS KAMM, AFP

Frage 3/10:

Wie lange dauerte Thunbergs Atlantik-Überquerung mit dem Segelschiff?

Thunberg verzichtet auf Flugreisen, weil auf diesen besonders viele klimaschädliche Treibhausgase ausgestoßen werden. Deshalb entschied sie sich dazu, den Weg über den Atlantik per Hochsee-Segeljacht auf sich zu nehmen. Die Überfahrt dauerte zwei Wochen.

© Christoph Schmidt/dpa

© dpa

Frage 4/10:

FFF wurde gegründet, um das Ziel aus dem Pariser Übereinkommen sicherzustellen. Wie lautet ein Ziel?

Ursprünglich hatten sich die Länder auf zwei Grad geeinigt, es später aber auf Drängen einiger Staaten sogar verschärft.

© ANDREW CABALLERO-REYNOLDS, AFP

© Susan Walsh, dpa

Frage 5/10:

Wann verweigerte Greta Thunberg den Unterrichtsbesuch zum ersten Mal, um zu streiken?

Obwohl die Bewegung durch ihre Freitags-Streiks bekannt geworden war, fand Thunbergs erster Streik tatsächlich an einem Montag statt. Der Grund dafür ist simpel: Es war der erste Schultag nach den Ferien.

© Stefan Hippel, NN

© Christian Mangvia www.imago-images.de, imago images / Christian Mang

Frage 6/10:

Fridays for Future versteht sich als "Graswurzelbewegung". Was bedeutet das?

Der Begriff kommt aus dem angloamerikanischen Sprachraum ("grassroots movement").

© via www.imago-images.de, imago images / Joko

© Daniel Naupold, dpa

Frage 7/10:

Gestreikt wird immer Freitags. Aber wieviele Freitage hat das Jahr 2019 überhaupt?

Das Jahr 2019 hat 52 Freitage. Fun fact: 2019 gab es jeden Wochentag nur 52-mal, außer den Dienstag - den gab es 53-mal. 53 Freitage hatte zuletzt übrigens das Jahr 2016.

© NICHOLAS KAMM, AFP

© Kay Nietfeld, dpa

Frage 8/10:

Welcher deutsche Politiker bezeichnete Klimapolitik als "Sache für Profis"?

"Von Kindern und Jugendlichen kann man nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen.", so Lindner, der dafür mächtig Kritik erntete.

© dpa

© Die PARTEI

Frage 9/10:

Die PARTEI warb auf einem Wahlplakat mit "Fridays for Futur 2". Welcher Satz wäre dann korrekt?

Futur 2 ist die vollendete Zukunft, dementsprechend wäre "Die Welt wird untergegangen sein" korrekt.

© Giuseppe Cicciavia www.imago-images.de, imago images / Pacific Press Agency

© Uncredited/Vatican Media/AP/dpa

Frage 10/10:

Was stand auf dem Zettel, den Greta Thunberg bei ihrer Audienz beim Papst hochhielt?

© HANNA FRANZEN/AFP

Lust auf ein weiteres Quiz?

Dann hier entlang!

Drei Gartengruppen richten nun Schritt für Schritt den Schulgarten ein und werden sich besonders um einen vielfältigen Anbau von Nutzpflanzen kümmern, wobei auch die Eltern einbezogen werden. Weitere Teile des Projektes sind ein Riechgarten in Form einer mit Kräutern bepflanzten Trockenmauer-Schnecke, Schulhühnern, ein Insektenhotel und einige Totholzhaufen. All dies wird in Form eines "grünen Klassenzimmers" auch in den Unterricht integriert.

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium hilft mit dem Projektseminar "HEFTig" sowohl gestressten Eltern als auch der Umwelt. Allen Fünftklässlern wurde zu Schuljahresbeginn ein Startpaket angeboten, das alle benötigten Hefte, Ringordner, Schnellhefter und Umschläge enthält. Es wird nachhaltig eingekauft, durchweg Recyclingpapier, und soweit wie möglich stammen die Artikel aus der Region.

Nach innen und außen wirkt das originelle Kunstprojekt "radically minimal" der Franconian International School. Es widmet sich den Themen Postwachstumsgesellschaft, Zukunftsfähigkeit und Wiederverwertung. Das Projekt sollte sensibilisieren für die Folgen unseres Lebensstils und für die Unmöglichkeit, ihn dauerhaft fortzuführen.

Bilderstrecke zum Thema

Zwölf Dinge, die der Klimawandel in Bayern verändert

Der Klimawandel macht auch vor Bayern nicht Halt. Bis zum Jahr 2100 soll es bis zu 4,5 Grad wärmer werden. Das hat gravierende Auswirkungen auf das Leben im Freistaat.


"Zeitreisende" wurden im öffentlichen Raum positioniert, zusammen mit einem QR-Code, der auf eine von den Schülerinnen und Schülern gestaltete Website leitete. Es wurden Slogans entworfen, die sich kritisch mit dem allgemeinen Konsumverhalten und den daraus entstehenden Umweltproblemen auseinandersetzen. Diese Slogans wurden nachts in der Erlanger Innenstadt mit Hilfe eines mobilen Videoprojektors gezeigt. Schließlich wurde ein mobiler Präsentationsraum für Upcycling-Objekte eingerichtet, die die Schülerinnen und Schüler aus Wegwerf-Materialien angefertigt hatten.

Auch kleinere Preisträger

Mit kleineren Preisen ausgezeichnet wurden die Werner-von-Siemens-Realschule für ihren Forschungsparcours rund ums Brucker Seela und die Grundschule Brucker Lache für ihre Projektwoche Nachhaltigkeit. Die Wirtschaftsschule im Röthelheimpark hat das Fach "Zukunft" eingerichtet. Moderatorinnen aus dem Dritte-Welt-Laden schulen die Schüler zu Umwelt- und Zukunftsthemen. Und der Stamm Asgard des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder hat ein Projekt "Baumschule" gestartet. Dafür werden auf dem Burgberggelände Eichen gesammelt, in Töpfen kultiviert und sollen danach möglichst standortgerecht ausgepflanzt werden und einen Beitrag zur "grünen Stadt" leisten.


An diesen Orten sind derzeit Klimastreiks für den Freitag geplant:

Wenn die Karte nicht angezeigt wird, klicken Sie hier.

Falls wir Orte vergessen haben, können Sie sich unter redaktion@nordbayern.de melden!

en/ek

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Erlangen