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Montag, 30.11.2020

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Gefährlicher Radweg in Baiersdorf bereitet Sorgen

Fahrradfahrer riskieren Karambolagen mit den Krippenkindern - 19.10.2020 17:00 Uhr

Mit viel zu hoher Geschwindigkeit rasen zahlreiche Radler den Poststeg in Baiersdorf hinunter und gefährden dadurch sich und andere Verkehrsteilnehmer.

18.10.2020 © Dieter Köchel


Bei einer Verkehrsschau im Frühjahr waren einige Fragen aufgetaucht: Ob das Geländer des Stegs hoch genug sei und ob die Breite für eine Doppelnutzung durch Radler und Fußgänger genüge? Schließlich, ob zur Sicherheit der Krippenkinder nicht die zurückgebauten Absperrbügel an den jeweiligen Aufgängen zum Poststeg wieder angebracht werden müssten.

Einige der Sicherheitsfragen konnten auf Nachfragen gleich entschärft werden. Der Steg ist breit genug für die gemeinsame Nutzung durch Radfahrer und Fußgänger. Auch die Höhe des Geländers von 1,20 Metern hält der Gesetzgeber für ausreichend.

Problematisch freilich sind die offenen Zugänge zum Steg. Denn, so argumentierten einige Ratsmitglieder im Bau- und Verkehrsausschuss, nicht wenige Radler würde viel zu schnell den Steg hinunter über den Gehsteig auf die Straße schießen. Das könne nicht nur für die Radfahrer selbst gefährlich werden, da die Straße ja auch von Autos befahren wird. Damit könnten Fußgänger gefährdet werden und hier vor allem die Krippenkinder auf dem Weg von der Krippe zu ihren Außenanlagen im Pacé-Park.

Der Verwaltungsvorschlag sah vor, zum Schutz der Kinder die Bügel am Poststeg in Richtung Seligmannstraße/Bahnhofstraße wieder anzubringen. Dorothea Neubauer (CSU) warf sich dafür ins Zeug. Auch ältere Menschen mit Rollator würden den Weg nutzen und gerieten in Gefahr, wenn Radler nicht gebremst würden.

Dagegen wandte Jutta Ries (Grüne) ein, dass die Bügel für Radfahrer ein Risiko darstellten. Sie empfahl, nach einer anderen Lösung zu suchen, etwa durch Fahrbahnmarkierungen oder besondere Fahrbahnbeläge.

Julia Seidel (FDP) schlug eine farbliche Trennung von Fußgänger- und Radfahrbereich vor sowie ein Abbremsen der Radler durch Markierungen auf der Fahrbahn. Sie machte auch darauf aufmerksam, dass "wir zu wenige Querungen über Gleise und Autobahn haben".

Der Vorschlag von 2. Bürgermeisterin Eva Erhardt-Odörfer, das Problem zur Lösung an das Planungsbüro Stadt-Land-Verkehr weiterzureichen, bekam schließlich die einhellige Zustimmung im Ausschuss.

dik

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