Dienstag, 15.10.2019

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Hauskauf in Erlangen und Nürnberg: Preise steigen weiter

Immobilienportal Immowelt.de analysiert, was Familie für ihr eigenes Zuhause zahlen müssen - 12.07.2019 06:00 Uhr

Für Familien wird es immer teurer, ein Haus in der Stadt zu kaufen. Ein bisschen besser ist es auf dem Land. © Hauke-Christian Dittrich


Eine preiswerte Alternative sehen viele Familien im "Umland". Wer in Kauf nimmt, länger zu pendeln, kann beim Hauskauf etliche Prozente sparen. Zu diesem Ergebnis kommt die Immowelt AG in einer neuen Analyse. Untersucht wurden dabei die Preise von Häusern in Nürnberg und 65 ausgewählten Gemeinden im Umland.

In Nürnberg zahlt man im Schnitt für 525.000 Euro

Demnach sind Häuser in Nürnberg im Schnitt für 525 000 Euro zu haben. Die günstigste der untersuchten "Umlandgemeinden" ist Schlüsselfeld. Dort kosten Häuser im Mittel 160 000 Euro. Das sind zwar 70 Prozent weniger als in der Frankenmetropole, allerdings benötigen Pendler auch rund 50 Minuten bis sie dorthin kommen. Abgesehen davon sind viele Häuser aus dem Bestand, in die die Käufer mitunter noch reichlich Geld stecken müssen. Neubauten sind aufgrund der Baukosten gleich noch deutlich teurer.

Ein Häuschen direkt in einer Großstadt der Region oder eben nur wenige Pendlerminuten davon entfernt – dafür muss man schon tiefer in die Tasche greifen. Fürth mit 549 000 Euro und Erlangen mit 550000 Euro liegen hier sogar über dem Nürnberger Preisniveau. Das liegt unter anderem am höheren Anteil großflächiger Grundstücke, die besonders in ländlichen Stadtteilen wie Burgfarrnbach oder auch Dechsendorf zu finden sind, so die Immowelt-Analyse.

Heroldsberg ist die teuerste Gemeinde

Die teuerste aller untersuchten Städte ist allerdings die Marktgemeinde Heroldsberg. Käufer müssen dort im Schnitt 569 000 Euro für ein Haus löhnen. Die Nähe zu Nürnberg – in 20 Minuten ist man mit dem Auto in der Innenstadt – und die Lage inmitten des Sebalder Reichwalds haben offenbar ihren Preis und machen Heroldsberg besonders für Familien durchaus attraktiv.

 

 

 

Wer "nur" 30 Minuten pendelt, zahlt in jenen Städten weniger als in Nürnberg, beispielsweise in Altdorf. Dort zahlt man im Schnitt etwa 361 000 Euro und liegt damit rund 31 Prozent unter den Nürnberger Tarifen. Allerdings steigen die Preise in der 40-Minuten-Pendlerzone wieder an. Grund dafür ist das hohe Preisniveau in Erlangen, das auch auf viele Gemeinden in der unmittelbaren Nähe preistreibend wirkt, so Immowelt. An der Spitze liegt Uttenreuth – Häuser kosten in der Kleinstadt mit 527 000 Euro sogar etwas mehr als in Nürnberg. Die Anziehungskraft Erlangens durch gut dotierte Jobs im Wissenschafts- und Technologiesektor strahlt auf die umliegenden Gemeinden ab.

In Eggolsheim oder Adelsdorf ist es vergleichsweise günstig

Zudem ist dort noch mehr Platz zum Bauen als direkt in der Stadt, sodass größere Neubauprojekte entstehen. Neben Uttenreuth lässt sich das auch in Neunkirchen am Brand (480 000 Euro) und Forchheim (440 000 Euro) beobachten. Doch auch rund um Erlangen gibt es noch preiswerte Städte: In Eggolsheim (299 000 Euro) oder Adelsdorf (330 000) finden Familien vergleichsweise günstige Häuser und sind trotzdem schnell in der Großstadt.

Die Datengrundlage für die Berechnung der Kaufpreise für Häuser in Nürnberg und den ausgewählten Umlandgemeinden waren 44 000 auf dem Immobilienportal Immowelt.de inserierte Angebote. Die Preise sind jeweils Angebots- und keine Abschlusspreise.

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Die Preise geben jeweils den Median der 2013 und 2018 angebotenen Häuser wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise. Die Pendelzeiten beruhen auf Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Erhoben wurde die durchschnittliche Zeit zwischen dem Zentrum Nürnbergs und den Zentren der Gemeinden im Umland.

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