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Hupfla in Erlangen: Fortschritt findet positives Echo

Viel Lob für den Gedenkort im Zentrum medizinischer Spitzenforschung - 28.05.2020 14:30 Uhr

Die Erlanger Grünen sehen Klärungsbedarf, da das historische Gebäude in einer Parklandschaft mit wertvollem Baumbestand liegt, der aufgrund der bisherigen Neubauplanungen schon stark reduziert wurde.


NS-Gedenkort: Lösung in Erlangen zeichnet sich ab


"Für diesen Klinikstandort ist nun ein Gesamtkonzept der Grün- und Freiflächen zu entwickeln", mahnt Birgit Marenbach, Grünen-Fraktionsvorsitzende, an. "Zum einen soll damit die Parklandschaft wieder hergestellt werden und zum anderen sollen die verschiedenen Forschungsgebäude sowie der neue Gedenkort miteinander verbunden und vereint werden", so Marenbach weiter. "Die neuen Forschungsgebäude sollen auch mehr in die Höhe als in die Breite gebaut und selbstverständlich klimaangepasst und mit PV-Anlagen ausgeführt werden."

Auch das Aktionsbündnis "Gedenken gestalten – HuPfla erhalten" meldet sich zu Wort. "Wir fordern nun den viel versprochenen Bürgerdialog, der nie zustande gekommen ist, von der Stadt ein", sagt Bündnis-Sprecher Werner Lutz. Der bisherige mit Vertretern verschiedener Institutionen besetzte Beirat müsse paritätisch auch mit Bürgern besetzt werden.

Die Erlanger Ehrenbürgerin Dinah Radtke, die sich in besonderem Maße um die Errichtung der Gedenkstätte verdient gemacht und sich im Beirat für den Gesamterhalt des Bauwerks eingesetzt hatte, lobte nach der Vorstellung des Zwischenberichts des Konzepts durch den Kulturwissenschaftler Jörg Skriebeleit, dass dies sehr positiv aufzunehmen sei.

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Erlanger Hupfla: Wie geht es weiter mit den Überresten?

Die frühere Heil- und Pflegeanstalt "Hupfla" in Erlangen hält die Stadt seit Monaten auf Trab: Anfang Januar 2019 hatten sich Universitätsklinikum und Stadt darauf geeinigt, Teile des denkmalgeschützten Bauwerks zu erhalten. Ein Trakt könnte zum Gedenkort für die Opfer der NS-Euthanasieprogramme und der westliche Trakt abgerissen werden.


"Für die Gedenkstätte ist es ein großer Schritt", zeigt sich auch Stadtheimatpfleger Konrad Rottmann überzeugt. Nun könne etwas wirklich Repräsentatives entstehen. "Es wäre gut, wenn man eine gestalterisch, architektonisch, städtebaulich ordentliche Lösung finden würde". meint er. Dafür würde er sich – neben der Einbeziehung des Baukunstbeirates – wünschen, dass neben dem Mittelrisalit mehr von den Seitenflügeln als jetzt geplant erhalten würde, "eventuell mit den Seitenrisaliten, dann wäre es ein optisch gelungener Abschluss".

ek

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