Sonntag, 29.03.2020

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Insolvenzplan soll Arbeiter-Samariter-Bund retten

Regionalverband ERH muss sich von einzelnen Geschäftsbereichen trennen - 26.03.2020 13:30 Uhr

Der ASB in Turbulenzen. © Jens Kalaene/dpa


"Mit der Verabschiedung des Insolvenzplans ist der Weg frei für eine dauerhafte Sanierung des Vereins", sagte Insolvenzverwalter Böhm. Gemeinsam mit dem Vorstand hatte Böhm den Regionalverband in den vergangenen sechs Monaten fortgeführt und durch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen wieder auf ein solides finanzielles Fundament gestellt. "Vom Erhalt des Vereins profitieren nicht nur die Region und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sondern auch die Gläubiger", betonte der Insolvenzverwalter.

Mit dem Insolvenzplan verzichten die Gläubiger auf einen Teil ihrer Forderungen und erleichtern somit die Sanierung der Schuldnerin. Im Gegenzug erhalten sie über einen definierten Zeitraum Zahlungen aus den Erträgen.

Im Zuge der Sanierung trennt sich der ASB-Regionalverband von einzelnen Geschäftsbereichen, die er nicht wirtschaftlich betreiben konnte. Dies betrifft etwa die Demenz-WG in Erlangen, die Fachstelle für pflegende Angehörige, den Dolmetscherpool und die Integrationsberatung. Diese Angebote wurden auf andere Träger übertragen und fortgeführt. Alle anderen Angebote, insbesondere die Kernbereiche Bevölkerungsschutz, Sanitätsdienste, Alltagsretter, Erste-Hilfe-Ausbildung, Hausnotrufe, KleiderKaffee und die Arbeiter-Samariter-Jugend werden voll weitergeführt.

"Mit dem Insolvenzplan können wir erreichen, dass ein Verband erhalten bleibt, der ein wichtiger Bestandsteil des sozialen und karitativen Lebens in der Stadt Erlangen und dem Landkreis ist", ergänzt der Vorsitzende des Regionalverbandes, Dirk Goldenstein. Der Verband zählt 22 hauptamtliche Mitarbeiter sowie 300 ehrenamtliche Helfer und rund 10 000 Mitglieder.

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