Montag, 06.04.2020

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Joerg Volleth: Oberbürgermeisterkandidat für Erlangen

Jörg Volleth © David Hartfiel


Name:

Jörg Volleth


Alter:

48


Beruf:

Polizeibeamter


Wohnort:

Erlangen


Partei:

CSU


Liste:

CSU


E-Mail:

joerg@volleth.com

Website

https://www.volleth.com



Mit mir an der Spitze werden sich in den nächsten sechs Jahren diese drei Dinge als erstes ändern:

Stadtentwicklung muss umfassend gedacht werden, damit Erlangen für die Menschen zukunftsfähig wird und lebenswert bleibt. Nur so lassen sich die Herausforderungen der kommenden Jahre bewältigen. In einem „Forum Masterplan“ wollen wir mit den Bürgerinnen und Bürgern Erlangen weiterentwickeln. Wo gibt es Raum für Wohnen und Gewerbe, für Sport, Kultur und Freizeit sowie für Landwirtschaft und Erholung? Wie geht es weiter nach dem Umzug der Siemens AG aus Erlangen-Mitte in den neuen Siemens-Campus? Ich will eine Stadtplanung mit Weitblick und schlüssigen Konzepten, die alle Lebensbereiche der Stadt miteinander vernetzt. Der Schutz unserer Umwelt ist mir sehr wichtig. Klimapolitik bedeutet für mich, ideologiefrei Lösungen für eine nachhaltige Klimastrategie zu entwickeln. Wir stehen für eine Klimaoffensive, bei der der technische Fortschritt Basis unseres Handelns ist. Ziel muss es sein, durch innovative Lösungen Ökologie und Ökonomie sinnvoll zusammenzubringen. Hierfür möchte ich die in Erlangen hervorragenden Ressourcen in Wirtschaft und Wissenschaft nutzen. Weiterhin wollen wir verstärkt Solaranlagen fördern, Gebäude energetisch sanieren und „Green-Building-Projekte“ realisieren. Ein weiteres Ziel ist es, das Thema Verkehrspolitik endlich auf den richtigen Weg zu bringen. Daher brauchen wir ein zukunftsfähiges Mobilitätsangebot. Hierzu gehört die Förderung von ÖPNV und Radverkehr ebenso wie ein stadtverträglicher Individualverkehr. Unseren ÖPNV will ich schneller auf umweltverträgliche Antriebsarten umstellen. Ein Fahrradparkhaus auf dem Platz in der Güterbahnhofstraße gegenüber den Arcaden mit direktem Zugang zum Bahnhof/Gleis 1 könnte schnell gebaut werden. Die CSU wollte es in diesem Jahr angehen, leider stimmte die bisherige Rot-Grün-Gelbe Stadtratsmehrheit dagegen. Ebenso essentiell sind kluge Verkehrskonzepte, z.B. eine intelligente, digitalisierte Verkehrslenkung. Durchfahrtsverbote wie in der Neuen Straße, die den Verkehr nur verlagern, machen keinen Sinn.

Das größte Ärgernis in meiner Stadt ist…

Von der Rathausspitze wird derzeit ein Politikstil gepflegt, der in „Basta-Manier“ wenig Widerspruch duldet. Die Bürgerinnen und Bürger werden nicht wirklich mitgenommen. Noch vor sechs Jahren wurde Dialog versprochen, gelebt wurde das nicht. Ein Beispiel: Wir brauchen in Erlangen zweifelsohne mehr bezahlbare Wohnungen und bezahlbare Ein-/Mehrfamilienhäuser, aber keine Nachverdichtung mit der Brechstange. Ich will die Themen unserer Stadt offen angehen: Echte Bürgerbeteiligung und ehrlicher Dialog. Als Oberbürgermeister werde ich die Bürger nicht gegeneinander ausspielen, sondern die Bürger zusammenbringen, wo nötig Konflikte moderieren und nicht eskalieren. Unsere Stadt wird sich in den nächsten 10 Jahren so stark verändern wie lange nicht. Aber Erlangen macht zu wenig aus seinen Chancen. Der Umzug der Siemens AG in den Siemens-Campus wird in der Innenstadt große Lücken hinterlassen. In zwei Jahren stehen in der Werner-von-Siemens-Straße insgesamt ca. 200.000 qm Bürofläche leer. Über eine Nachnutzung ist nichts bekannt. Die derzeitige Stadtregierung scheint das nicht zu kümmern. Dabei hat dies massive Auswirkungen: die Kaufkraft und das Kaufverhalten werden sich verändern und verlagern. Die Innenstadt wird ein ganz neues Gesicht erhalten. Beim Verkehr wurde das Thema umweltverträgliche Antriebsarten, egal ob E-Mobilität oder Wasserstoffantrieb, verschlafen. Erlangen könnte hier viel weiter sein. Zusammen mit ortsansässigen Partnern aus Forschung und Wirtschaft will ich Erlangen zur Modellstadt für vernetzte Mobilität ausbauen. Ein Testfeld für autonomes Fahren, kleine E-Shuttle-Busse, die den Großparkplatz und Bahnhof mit der Innenstadt verbinden, all dies wurde nicht angegangen. Dadurch würde sich der Schadstoffausstoß in den besonders belasteten Straßen reduzieren. Dies wäre ein Schritt hin zu einer Lösung der Verkehrsprobleme in der Altstadt.

Dafür würde ich auf der Straße demonstrieren:

Als Oberbürgermeister will ich unsere Stadt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern bewegen. Da kann es auch wichtig sein, auf der Straße bei einer Demonstration zusammenzustehen, wenn es beispielsweise darum geht, für die Werte unserer Demokratie und unseres Rechtstaates einzustehen. Allerdings ist es auch meine Überzeugung, dass es wichtig ist, nicht nur auf eigenen Standpunkten zu beharren, sondern immer auch andere Meinungen anzuhören, vernünftig abzuwägen und letztlich tragfähige Lösungen zu erarbeiten. Aber jeder Rede müssen dann auch gut durchdachte Taten folgen. Zu Recht erwarten die Menschen beispielsweise in der Klimapolitik, dass das Mögliche (und noch ein bisschen mehr) getan wird statt über immer neue Konzepte zu reden.

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