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Freitag, 19.04.2019

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Jubiläum im „Weltmusikdorf Bubenreuth“

Musiktage mit attraktivem Programm und 60-Jahr-Feier der Streich- und Zupfinstrumentenmacher - 21.07.2014 16:00 Uhr

In einer Ausstellung konnten sich die kleinen und großen Besucher über die Arbeit der Bubenreuther Geigen- und Zupfinstrumentenbauer informieren. © Heinz Reiss


Der Verein „Bubenreutheum“ wolle ein Museum für Musik und Integration aufbauen und das hier am klingenden Ort Bubenreuth. Mit diesen Worten eröffnete Vereinsvorstand Christian Hoyer am Samstag vor zahlreichen Ehrengästen im Rathaus die Musiktage. Rückenwind bekam er von Staatssekretär Stefan Müller. Musik, Instrumente und Integration zusammenzufassen, sei eine geniale Idee, sagte er. „Diese Idee muss hier in Bubenreuth verwirklicht werden, denn hier findet Musik statt.“ Der stellvertretende Landrat Christian Pech kreierte einen neuen Begriff für den Ort, er sprach vom „Weltmusikdorf Bubenreuth“.

Im Rahmen der Musiktage feierte man auch ein Jubiläum – 60 Jahre Streich- und Zupfinstrumentenmacher-Innung –, und mitgefeiert hat alles, was Klang und Namen hat: der Musikkindergarten, die Grundschule, die beiden Pfarrgemeinden, die Violin Akademie, das Institut für innovative Bildung, das Sinfonische Orchester Bubenreuth, die Volkstanzgruppe Cichowianie aus dem polnischen Beskiden und die Jean Baptiste Jug-Band.

„Komm’, wir gehen nach Bubenreuth“, so lautete das musikalische Singspiel des Musikkindergartens unter der Leitung von Dorothea Winkelmann. Anschließend führte das Volksmusik- und Volkstanzensemble „Cichowianie“ aus den polnischen Beskiden unter der Leitung von Jacek Rybarski seine heimischen Tänze vor. Bei einem Walk of Music führte Hans Eger durch die Geigenbauersiedlung und am Abend spielte die Jean Baptiste Jug-Band im voll besetzten Garten der Mörsbergei.

Startpunkt für den Werkstattrundgang war an beiden Tagen das Rathaus und die dort untergebrachte Ausstellung des Museumsvereins „Bubenreutheum“. Anhand von Musikinstrumenten, Bildern, Dokumenten und vor allem Musikhörbeispielen konnte eine interessante Zeitreise durch die Geschichte und Entwicklung der verschiedenen Musikstile des 20. Jahrhunderts unternommen werden. Ein besonderes Interesse weckte der wohl berühmteste Bass aller Zeiten, der die Musikwelt veränderte – der Original Beatles Bass von der renommierten Firma Karl Höfner.

Die beiden Musiktage standen auch im Zeichen eines Tages der offenen Werkstatt. Sieben Meisterwerkstätten des Saiteninstrumentenbaus öffneten Tür und Tor und stellten sich den Fragen der Besucher. Mit einem Festabend im historischen Saal der Mörsbergei schlossen die Bubenreuther Kunsthandwerker ihr Jubiläum ab. 

HEINZ REISS

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