Montag, 17.02.2020

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Kinder in Frauenaurach fotografiert? Polizei ermittelt Frau

Panikmache unter Eltern - Frauen schossen Urlaubsfotos - 09.05.2019 18:03 Uhr

Zu Beginn der Woche meldeten sich mehrere besorgte Eltern bei der Erlanger Polizei: Zwei Frauen sollen am Freitagnachmittag mehrere Kinder im Bereich der Brückenstraße fotografiert haben. Am Montag darauf fotografierten die Unbekannten erneut Schulkinder, diesmal aus einem weißen Lieferwagen heraus, hieß es. Die Polizei leitete sofort Ermittlungen ein und überwachte den Schulweg.

Dabei mussten die Beamten feststellen, dass die Informationen zum Teil nur auf "Hörensagen" beruhten. Auch ein Elternbrief, in dem von mehreren Fällen die Rede ist, kursierte im Internet. Dieser wurde sogar an eine Zeitungsredaktion versandt. Die Eltern sollten sich "organisieren" und die Kinder auf ihrem Schulweg überwachen, hieß es in dem Schreiben.

Dieser Brief wurde allerdings nicht an die Polizei zu Ermittlungszwecken gesendet. Außerdem bemängeln die Ermittler, dass sie nicht unmittelbar nach den Vorfällen informiert wurden, woraus ein "nicht unerhebliches Informationsdefizit" entstand. Die Ängste der betroffenen Eltern hätten sich durch viele, und auch falsche Einträge in sozialen Medien gesteigert. Die Ermittler erreichten beispielsweise mehrere irreführende Mitteilungen über mögliche verdächtige Fahrzeuge.

51-Jährige vernommen

Nun führten die Ermittlungen die Polizei zu einer 51-jährigen Asiatin, die schon seit längerer Zeit in Erlangen wohnt. Am besagten Freitag wollte sie ihrer 75-jährigen Mutter, die gerade zu Besuch in Deutschland ist, die "Steinerne Brücke" sowie das ehemalige Kloster in Frauenaurach zeigen. Bei ihrer Vernehmung "fiel die 51-Jährige aus allen Wolken", heißt es im Pressebericht. Die beiden sollen lediglich Erinnerungsfotos geschossen haben, um ihren Verwandten die Sehenswürdigkeiten zeigen zu können.

Die Erlanger Polizei bittet in diesem Zusammenhang betroffene Eltern sich nach Vorfällen mit Kindern direkt mit der Polizei in Verbindung zu setzen, damit nicht ungeprüft Beiträge in sozialen Medien landen und zur Beunruhigung beitragen.


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jm

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