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Landratswahl: Zweikampf zwischen Tritthart und Oberle

Stichwahl im Kreis Erlangen-Höchstadt - 17.03.2014 13:57 Uhr

Alexander Tritthart (CSU) und Martin Oberle (FW) gehen in die Stichwahl. © Ralf Rödel/Montage: S.Schmid


Ein Presseraum ist im Landratsamt Erlangen-Höchstadt eingerichtet. Um 18 Uhr herrscht gespannte Erwartung unter den wenigen Besuchern. Als einziger Kandidat hat sich FDP-Mann Michael Dassler samt Familie von Anfang an hier einquartiert. Doch als Landrat wird er hier nicht residieren dürfen. Dazu reicht ein mittleres einstelliges Ergebnis nicht.

Nach und nach trudeln immer mehr Politiker ein, von allen Parteien, die sich bei der Landrats- und Kreistagswahl um Mandate beworben haben. Den Kandidaten sieht man die Anspannung an, auch wenn etwa Christian Pech, Landratskandidat der SPD, von sich sagt „Ich habe ruhig geschlafen. Das war noch nie mein Problem.“

Die Smartphones glühen. Immer wieder sind kleine Schreie zu hören, wenn Ergebnisse von Bürgermeisterwahlen bekannt werden, etwa das Ergebnis der OB-Wahl in Erlangen oder Nürnberg. Die eigenen Ergebnisse kommen zögerlich ab etwa 19 Uhr, Triumph für den FW-Kandidaten Martin Oberle im Höchstadter Raum. Dort ist eine Hochburg der Freien Wähler, dort ist der Leiter der Fachstelle für Karpfenteichwirtschaft bekannt. „Das ist spannender als ein Tatort“, sagt er zwischendrin, „und immerhin gibt’s die Chance auf eine Stichwahl. Ich bin nicht unzufrieden“.

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„Es ist noch nichts entschieden“, wehrt Alexander Tritthart (CSU) um 20 Uhr auf die Frage ab, ob er mit dem Ergebnis zufrieden sei. Da sind elf von 25 Gemeinden ausgezählt und etwa 40 Prozent entfallen auf ihn. Natürlich habe man so seine Ziele und Hoffnungen. Mit einer Stichwahl habe er schon gerechnet und auch, dass er selbst da mit von der Partie ist. Dafür spreche die Struktur des Landkreises, freut er sich doch über das Zwischenresultat.

Bang sind die Mienen bei den Sozialdemokraten. Obwohl viele Mitglieder, darunter die Land- und Bundestagsabgeordneten Alexandra Hiersemann und Martina Stamm-Fibich dem SPD-Kandidaten Christian Pech den Rücken stärken, will keine rechte Freude aufkommen. Am Ende bleibt er mit 18,13 Prozent hinter den Hoffnungen und Erwartungen zurück. Er kommt nicht in die Stichwahl und ist enttäuscht.

Dagegen kann sich Martin Oberle freuen. Er zieht mit 23,69 Prozent in die Endausscheidung um den Landratssessel ein und hat es dabei mit Alexander Tritthart zu tun, der 38,10 Prozent der Stimmen für sich verbuchen konnte.

Ein respektables Ergebnis fährt Manfred Bachmayer für die Grünen ein. Er bekommt 16,03 Prozent der Stimmen und freut sich darüber. In seiner Heimatgemeinde Eckental hat er sogar die meisten Voten auf sich vereinigt. Da bleibt im übrigen auch Christian Pech der Trost, dass er in seiner Heimatgemeinde Möhrendorf die Mehrzahl der Stimmen bekommen hat. Die FDP dagegen kommt nicht vom Fleck. Michael Dassler, der sich über das Ergebnis in der „FDP-Hochburg Herzogenaurach“ noch freuen durfte, bleibt am Ende bei 4,04 Prozent hängen, ein Ergebnis das vor sechs Jahren auch Jörg Rohde von den Wählern erhalten hat.

Dieser Artikel wurde am 17. März um 13.57 Uhr aktualisiert.

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dik

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