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Donnerstag, 06.08.2020

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Mit Tauchern und Drohne: Polizei suchte vermisstes Kind

Passanten hatten herrenloses Fahrrad samt Helm an Seeufer gefunden - 11.07.2020 14:59 Uhr

Taucher machten sich am Freitagabend auf die Suche nach dem vermeintlich vermissten Kind.

© Klaus-Dieter Schreiter


Das Fahrrad mit dem Helm daran war an einen Baum neben einer Fischerhütte gelehnt, und zwar direkt neben einem gefährlichen Steilufer. Darum hatten Passanten angenommen, dass ein Kind in den See gefallen sein könnte, und hatten Alarm geschlagen. Die Kräfte von der Ständigen Wache der Feuerwehr waren mit ihren Tauchern als erste am Einsatzort und gingen sofort ins Wasser, um den Grund abzusuchen.

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Großeinsatz in Eltersdorf: Polizei suchte nach vermisstem Kind

Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei, Wasserwacht und DLRG am Freitagabend an einem See in Eltersdorf. Nachdem Passanten dort ein herrenloses Kinderfahrrad samt Helm gefunden hatten, startete die Polizei eine große Suchaktion mit Tauchern Drohne, Sonarbooten und einem Suchhund. Nach gut einer Stunde kam heraus: Das Kind, dem das Fahrrad gehörte, befand sich wohlauf zu Hause.


Die Freiwilligen Feuerwehren Innenstadt und Eltersdorf rückten ebenso nach wie die DLRG aus Erlangen und Dechsendorf, das BRK mit Notarzt und Einsatzleiter, sowie die Wasserwachten aus Erlangen und Höchstadt mit Tauchern und Booten. Später wurde auch noch ein Sonar auf einem DLRG-Boot montiert, um den Grund des Sees abzusuchen. Zudem startete die Erlanger Feuerwehr ihre mit einer Wärmebildkamera ausgerüstete Drohne, um den See abzusuchen. Auch ein Spürhund der Polizei war im Einsatz, und zahlreiche Einsatzkräfte durchkämmten das gesamte Gebiet um den See herum, das bei einsetzender Dunkelheit von Scheinwerfern ausgeleuchtet wurde.

Kind war wohlauf

Insgesamt waren mehr als 70 Männer und Frauen im Einsatz. "Es ist bemerkenswert, wie gut die Zusammenarbeit aller Einheiten funktioniert hat", konstatierte Feuerwehr-Einsatzleiterin Birgit Süssner hernach. Sie berichtet zudem, dass sich Eltersdorfer Bürgerinnen und Bürger sogar über die Sozialen Netzwerke ausgetauscht hatten, um heraus zu finden, wem das Kinderfahrrad am See gehören könnte. So wurden Zeugen gefunden, die am Nachmittag eine Familie am See gesehen hatten.

Die Polizei konnte diese dann tatsächlich ausfindig machen. Es stellte sich schnell heraus, dass diese Familie am See gefeiert hatte und ihnen das Fahrrad gehört. Sie hatten es einfach stehen lassen. Der kleine Sprössling der Familie war glücklicherweise wohlauf. Nach gut einer Stunde Großeinsatz konnte die Suche abgeblasen werde, die letzten Kräfte rückten gegen 22.15 Uhr wieder ein.

Dieser Artikel wurde am 11.07.2020 um 12.13 Uhr aktualisiert.


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kds

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