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Mittelfrankens beste Grundschule steht in Bubenreuth

In der Geigenbauer-Gemeinde „i.s.i.“-Innovationspreis verliehen - 20.01.2014 12:00 Uhr

Die Grundschule Bubenreuth ist Mittelfrankens beste Schule: Wolfgang Seuberth, Marc Hilgenfeld, Rektorin Martina Zippelius-Wimmer, Thomas Bauer, Ralf Kaulfuß und Konrektorin Christine Wasserberg (v.l.).

19.01.2014 © Heinz Reiß


Zum neunten Mal verlieh die Stiftung Bildungspakt Bayern mit Unterstützung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft den „Innere Schulentwicklung Innovationspreis“ (i.s.i.) Mit diesem Preis werden Schulen ausgezeichnet, die sich mit Innovationsgeist und hohem Engagement für die nachhaltige Steigerung der Qualität von Unterricht und Erziehung einsetzen. Im Jahr 2014 gab es zum ersten Mal einen regionalen Grundschul-i.s.i, bei dem in jedem Regierungsbezirk eine Siegerschule gekürt wird — in Mittelfranken steht diese in Bubenreuth.

Die Jungen und Mädchen der Grundschule Bubenreuth spürten, dass anlässlich der Preisverleihung in der mit Eltern und Bürgern vollbesetzten Mehrzweckhalle hohe Gäste anwesend sind, denn sie saßen ohne zu zappeln auf ihren Bänken und lauschten was wohl nun kommen möge. Wie es sich für den Geigenbauerort Bubenreuth gebührt, wurde die Veranstaltung mit Saiteninstrumenten des Streichtrios „Ad Ventura“ eröffnet.

Regierungspräsident Thomas Bauer wandte sich in seiner Begrüßung zuerst an die Eltern: „Sie haben es jetzt auch schriftlich, dass Ihre Kinder eine ausgezeichnete Schule besuchen dürfen, an der wirksam individuell gelernt wird und an der ein Schulleben gepflegt wird, das der Individualität der Kinder Raum gibt, das sie aber auch in eine Gemeinschaft einbindet, in der ein freundliches und einander stützendes Miteinander gelebt wird.“

Ein Lob durfte auch Bubenreuths stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Seuberth entgegennehmen. Bauer betonte: „Gute Schule braucht gute Rahmenbedingungen. Die Gemeinde erlebt heute, dass sich die große Bereitschaft in ihre Schule zu investieren, ganz offensichtlich durch gute Bildungsarbeit auszahlt.“

Der Regierungspräsident wies aber auch daraufhin, dass man in Bayern kein öffentliches Ranking von Schulen will. „Wir wollen weder von Experten noch von anderen definieren lassen, welche Schule in einem Landkreis die erst-, zweit-, drittbeste Schule ist. Was wir aber wollen, ist, dass sich Schulen mit dem, was sie leisten, auch dem kritischen Blick von außen öffnen, dass sie sich prüfen lassen, um Entwicklungsfelder zu entdecken, aber auch, um zu wissen, dass sie auf einem guten oder gar sehr guten Weg sind.“

„Innovative Ideen“

In seinem Schlusssatz wandte sich Bauer an die Rektorin Martina Zippelius-Wimmer „Die i.s.i.-Jury muss bei Ihnen sehr viel Positives festgestellt haben, sonst wären wir heute nicht hier.“

„Ich bin überwältigt von diesem Rahmen, von der Vielzahl der Besucher, denn dies zeichnet Sie aus“, so Ministerialrat Ralf Kaulfuß von der Stiftung Bildungspakt Bayern. An die Rektorin der Bubenreuther Grundschule gewandt sparte Kaulfuß nicht mit Lob. „Frau Zippelius-Wimmer ist ein herausragendes Beispiel, wie man Kinder führen, fördern und was man ihnen abverlangen kann. Die Bubenreuther Grundschule ist in Mittelfranken die einzige Schule, die herausragte und somit diesen Preis erhält.“

„Zentrale Weichen, wie unsere Zukunft einmal aussehen wird“, so Marc Hilgenfeld von der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft, „stellen Sie, die an Schulen wirken. Die jungen Menschen, die Sie unterrichten, sind die potenziellen Innovatoren von morgen, die zukünftigen Denker und Lenker in unseren Betrieben. Wir sind überzeugt, dass die Investition in die Bildung unserer Kinder Investitionen in die Zukunft unseres Landes sind. Deshalb brauchen wir solche Schulen, die innovative Ideen umsetzen, sie haben eine besondere Würdigung verdient.“

„Wir waren nur einen Tag an der Grundschule Bubenreuth“, so Schulamtsdirektor Stefan Kuen, Vorsitzender der regionalen Jury, „wären aber gerne öfters gekommen. Die Teilnahme am i.s.i. ist nicht leicht, man muss Bewerbungsunterlagen einreichen, man wird zu einem Casting ausgewählt, man tritt in Konkurrenz mit Mitbewerbern, der Fokus der Öffentlichkeit richtet sich auf die Schule. Solch eine Bewerbung erfordert Mut, Selbstvertrauen und eine realistische Einschätzung des eigenen Leistungsvermögens. Dafür steht bei erfolgreicher Teilnahme ein Preis in Aussicht und damit auch verbunden die Anerkennung und Bestätigung für das eigene Tun und Können“.

Auch der Schulamtsdirektor sparte nicht mit Lob: „Gute Schulen sind ohne eine gute Schulleitung nicht denkbar und diese Schule hat sicher eine ganz außergewöhnlich gute mit Martina Zippelius-Wimmer und der Konrektorin Christine Wasserberg.“

Neben Lob und Anerkennung erhielt die Grundschule Bubenreuth auch einen Scheck in Höhe von 1000 Euro, und zum Schluss spielte das Ad Ventura Streichtrio eine Porgy an Bess-Suite.

HEINZ REISS

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