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Nach der Corona-Pause: Erlanger Ruderer sind zurück

Einzelsportler dürfen wieder trainieren, auch auf dem Main-Donau Kanal - 18.05.2020 17:57 Uhr

Endlich wieder rudern: Manuel Böhm, hier bei seiner zweiten Trainingseinheit am Freitag, musste wegen der Coronakrise lange auf sein liebsten Hobby verzichten. © Foto: Günter Distler


Für den Anfang waren die üblichen 13 Kilometer genug, einmal den Kanal entlang, von Schleuse zu Schleuse. Es regnete ein wenig, dazu der kalte Wind. Zum Rudern gibt es bessere Tage. Und doch konnte es Manuel Böhm kaum erwarten, ein Boot aus dem Vereinshaus zu tragen, es sanft in die Wellen des Main-Donau-Kanals zu legen und loszulegen. "Es war schön, wieder auf dem Wasser zu sein", sagt der 24-Jährige. "Ein bisschen wackelig war es. Doch man kann es noch."


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Für die Sportler vom Rudereverein Erlangen fühlte sich die Winterpause diesmal besonders lange an, noch einmal länger als sonst. Normalerweise geht es im April raus aufs Wasser, diesmal aber mussten die Ruderer wegen der Coronakrise warten. Training war verboten. Und auch jetzt dürfen sie nur alleine ran, oder, Böhm hat das Glück eines Ruder-Mitbewohners, mit einem Mitglied des eigenen Hausstandes.

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Das war auch während der Pause hilfreich. "Wir haben zu Hause ein Ruder-Ergometer, dazu sind wir Fahrrad gefahren", sagt Böhm. "Fit gehalten haben wir uns also", auch gemeinsam motivieren konnten sich die Ruder-Kollegen. Doch vergleichbar mit dem Gefühl, wieder in einem echten Boot zu sitzen, ist das nicht. "Ein großer Faktor ist aber auch die Gemeinschaft." Böhm gehört zur ambitionierten Studentengruppe des Vereins, er rudert am liebsten im Vierer oder Achter. Die Regatten, hier hatte die Studentengruppe viel vor, sind bis Ende August abgesagt. Ob im September noch Wettkämpfe stattfinden, ist ungewiss.

Und auch ein normales Team-Training ist noch nicht möglich. "Eine Trainingsgruppe darf aus maximal fünf Leuten bestehen, ins Boot darf man nur einzeln oder zu zweit." Böhm, als Vorsitzender Sport, hat für den Verein daher einen Trainingsplan organisiert, um "die Regeln einhalten zu können". Die Woche lief in einem "Test-Betrieb", die Anfragen waren überschaubar. Böhm musste niemanden absagen. Das könnte sich bei schönem Wetter ändern. Er glaubt aber, dass die Mitglieder Verständnis füreinander zeigen, damit jeder mal zurück aufs Wasser darf.

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