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Sonntag, 18.08.2019

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Neue psychiatrische Ambulanz für Höchstadt

Bezirksklinikum Erlangen sorgt für eine bessere Vorsorgung - 17.07.2019 11:30 Uhr

Wegen einer neuen Gesetzeslage hatten Bezirkskliniken wie das Klinikum am Europakanal sechs psychiatrische Ambulanzen beantragt. In Erlangen und Höchstadt gibt es bald zusätzliche Sprechstunden. © Ilona Hörath


2016 hatten die Bezirkskliniken Mittelfranken wegen einer neuen Gesetzeslage sechs psychiatrische Ambulanzen beantragt. Eine Ambulanz in Feuchtwangen sowie eine kinder- und jugendpsychiatrische Ambulanz in Neustadt an der Aisch gingen bereits in 2017 in Betrieb. Nun können mit Unterstützung des Universitätsklinikums Erlangen auch die Vorbereitungen für den Beginn der Sprechstunden in Höchstadt an der Aisch getroffen werden.

Darauf einigten sich die Bezirkskliniken und das Universitätsklinikum Erlangen, das zuvor gegen den Betrieb in Höchstadt Einspruch erhoben hatte. Die Versorgung für Menschen mit psychischen Erkrankungen in Erlangen Stadt und Kreis zu verbessern, ist gemeinsames Ziel der Bezirkskliniken und des Universitätsklinikums.

So übernimmt die Psychiatrische- und Psychotherapeutische Klinik des Uni-Klinikums Erlangen (Direktor: Prof. Johannes Kornhuber) auch den Versorgungsauftrag im Rahmen der öffentlich-rechtlichen Unterbringung, der bisher ausschließlich von den Bezirkskliniken Mittelfranken wahrgenommen wurde und hat mit Übernahme der Methadonsubstitution unter Prof. Kornhuber schon 2018 einen wesentlichen Baustein in der Stadt übernommen, so dass die Bezirkskliniken auf eine entsprechende Ambulanz im Stadtgebiet verzichten.

30 000 Patienten jährlich

Matthias Keilen, Vorstand der Bezirkskliniken Mittelfranken, zeigte sich höchst erfreut über diese Entwicklung. "Nun können wir die wohnortnahe Versorgung von Hilfesuchenden in Stadt und Land noch besser als bisher gestalten. Ich freue mich, dass wir nun mit dem Universitätsklinikum zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit gefunden haben."

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Auch Prof. Heinrich Iro, Ärztlicher Direktor des Uni-Klinikums Erlangen, begrüßte die Einigung im Hinblick auf die optimale Versorgung der Patienten vor Ort.

Zwei weitere Ambulanzen für Lauf und Schwabach waren im ersten Schritt nicht genehmigt worden. Nach einer entsprechenden Klage der Bezirkskliniken Mittelfranken gegen diese Ablehnung, wird das Sozialgericht Nürnberg voraussichtlich im November eine Entscheidung hierzu treffen.

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Somit haben die Bezirkskliniken Mittelfranken derzeit Ambulanzen an acht Standorten in Mittelfranken in denen rund 30 000 Patientinnen und Patienten jährlich versorgt werden. 

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