Samstag, 07.12.2019

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Neues Zuhause für Erlanger Astroteilchenphysik

Grundsteinlegung für Forschungsneubau auf dem Südgelände der FAU - 11.11.2019 18:00 Uhr

Grundsteinlegung FAU Forschungsbau Centre for Astroparticle Physics. Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler begrüßt die Gäste. © Klaus-Dieter Schreiter


Die Grube ist schon von weitem sichtbar: Nachdem die Bauphase in diesem Jahr bereits begonnen hatte, wurde nun mit viel Prominenz offiziell der Grundstein gelegt für einen Forschungsneubau des Erlangen Centre for Astroparticle Physics (ECAP).

Das Gebäude stellt mit einer Nutzfläche von etwa 3500 Quadratmetern nach Uni-Angaben eine "exzellente" Infrastruktur für die Forschung in der Astroteilchenphysik bereit, die an der FAU im ECAP gebündelt sind. Schon zum Jahresende 2021/22 soll die Einrichtung mit etwa 150 Arbeitsplätzen bezugsfähig sein und sich dann unter anderem mit dem Aufbau großer Teleskopsysteme befassen.

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Die Astroteilchenphysik der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) erhält auf dem Südgelände ein neues Zuhause. Nun fand die offizielle Grundsteinlegung statt.


Diese werden zu Forschungszwecken an ferne (und auch exotische) Ort gebracht, beispielsweise an das Mittelmeer, nach Chile oder bis zum Südpol. Die Wissenschaftler erhoffen sich damit Auskunft über die Entwicklung des Universums, etwa über dortige energiereiche Prozesse, das Explodieren von Sternen und sogar die viel zitierten "Schwarzen Löcher". Die Erkenntnisse dürften also in den verschiedensten Bereichen atemberaubend sein.

Hier gibt´s alles rund um die FAU Erlangen-Nürnberg

Ob aus der Sicht von Uni (Präsident Joachim Hornegger, ECAP-Direktor Prof. Stefan Funk), Staatlichem Bauamt (Leitender Baudirektor Dieter Maußner), Staatsregierung (Innenminister Joachim Herrmann und Wissenschaftsminister Bernd Sibler) oder Stadt Erlangen (OB Florian Janik): Die Freude über das Vorhaben mit Gesamtbaukosten in Höhe rund 40 Millionen Euro ist über Partei- und Zuständigkeiten hinweg ungeteilt. So stellte Minister Sibler die FAU etwa in eine Reihe mit Real Madrid: "Was der Fußballverein für die Champions League ist, ist die Erlanger Uni für die Wissenschaft." Hornegger zeigte sich "richtig stolz", dass das Projekt nach Erlangen gekommen ist und auch Minister Herrmann war überaus erfreut, dass an der FAU mit "großartigen Wissenschaftlern" so viel vorangeht.

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Mit knapp 40.000 Studierenden ist die Friedrich-Alexander-Universität eine der größten Universitäten Deutschlands. Innerhalb von nur zehn Jahren ist die Uni um über 50 Prozent gewachsen und bietet heute über 260 Studiengänge an. Doch wann wurde die FAU eigentlich gegründet, wie viele Essen gehen täglich über die Mensatische und wann studierte die erste Frau? Hier kommen alle Antworten.


Dieses Wachstum sieht man auf dem Areal nur zu gut. Denn mit dem neuen Bau wächst der Uni-Campus in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Instituten des Departements Physik und dem Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts (MPL) weiter. Genau um letztere Einrichtung in der Staudstraße gab es wegen ihrer Nähe zum Naturschutzgebiet Exzerzierplatz ("Exzer") in der Vergangenheit viel Wirbel. Umweltschützer hatten sich massiv gegen den Bau am Rand des Naturschutzgebietes ausgesprochen. Auch zehn Jahre nach Gründung des MPL hält der Bund Naturschutz (BN) weiterhin an seiner Normenkontrolle gegen den zugrunde liegenden Bebauungsplan der Stadt Erlangen fest.

Der Forschungsbau Centre for Astroparticle Physics wächst bereits in die Höhe. © Klaus-Dieter Schreiter


Das ECAP wird hingegen in der Nikolaus-Fiebiger-Straße südlich der Staudtstraße errichtet; damit ist das Areal nicht Teil des Naturschutzgebietes. Für das jüngste Projekt mussten zwar Bäume weichen, sagte der Bauamtsleiter Maußner den EN, doch dafür gibt es dann die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen.

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