Schulöffnung am Montag: Der Freistaat ist gefragt

20.2.2021, 15:30 Uhr
Mobile Filtergeräte in den Räumen der Technikerschule töten Viren ab.

Mobile Filtergeräte in den Räumen der Technikerschule töten Viren ab. © Harald Sippel

Der Ministerrat hat betont, dass für Öffnungsschritte der Grundsatz „Vorsicht mit Perspektive“ gelten muss. So manche(r) wird bei der Rückkehr von Grundschülern und Abschlussklassen in die Klassenzimmer feststellen: Vorsicht ist gut, doch wo bleibt die Perspektive?

Weichen zu stellen, um auf die richtige Spur zu kommen, wurde wiederholt versäumt oder zögerlich nachgeholt. Für Luftreinigungsgeräte rückte der Freistaat nur in begrenztem Maß Geld heraus. Dass dann die selbst ausgerufenen Kriterien über den Haufen geworfen wurden und Fördergelder für diese Geräte nach dem Windhundprinzip abgerufen werden sollten, hieß letztlich, dass die Kommunen den Schwarzen Peter zugeschoben bekamen.

Inzwischen ruht die Hoffnung auf den Schnelltests. Ein Testkonzept aber fehlt. Eigeninitiative kann weiterhelfen, mehr noch: Ohne sie geht es nicht. Das kann nur bedeuten, dass auch die Kommunen aktiv werden müssen. Erlangen kommt voran, weil ein Unternehmer sehr rührig ist. Das ist viel und doch zu wenig. Was aber das Kultusministerium wirklich bald liefern muss, sind Perspektiven für Lerninhalte, Bildungsverläufe, die Übertrittsregelung für Viertklässler. Denn inzwischen weiß jeder: Dieses Schuljahr wird anders bleiben.