Pläne für nächstes Jahr

Steuerkraft des Landkreises Erlangen-Höchstadt ist deutlich gestiegen

Scott Johnston
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3.10.2021, 10:25 Uhr

© Scott Johnston

Tritthart hob hervor, dass der Einbruch bei der Gewerbesteuer infolge der Corona-Pandemie nur kompensiert werden konnte, weil der Bund und die Länder den Kommunen mit Ausgleichszahlungen in "riesigem Umfang" geholfen hätten. "Ohne diese Unterstützung auf freiwilliger Basis, die viel zu wenig gewürdigt wird, wäre die Lage auch bei uns zappenduster", so der Landrat.

Unklar ist momentan noch, wie hoch der Hebesatz für die Bezirksumlage sein wird. Bekanntlich sind vor allem die Personalkosten für die Inklusion stark gestiegen, was den Etat des Bezirks erheblich belastet. Die Bezirksumlage stellt wiederum den größten Posten bei den Ausgaben des Kreises dar.

"Dicke Brocken"

Trotz dieser Ungewissheit will der Landkreis im nächsten Jahr kräftig investieren. Als Schwerpunkte nannte Alexander Tritthart die Sanierung der Fassade des Eckentaler Gymnasiums, die Generalinstandsetzung der Sportanlagen am Spardorfer Schulzentrum, die Sanierung und energetische Verbesserung der Turnhalle an der Wilhelm-Pfeffer-Schule in Herzogenaurach, die Digitalisierung an den Schulen des Kreises, den Bau von Brücken und einer Unterführung innerhalb des sechsspurigen Ausbaus der A3 sowie die Planungen für den Neubau des Spardorfer Gymnasiums, die Erweiterung des Gymnasiums in Höchstadt und den Neubau der dortigen Dienststelle, was alles "dicke Brocken" seien.

Positive Nachrichten konnte der Landrat von einem weiteren Projekt melden, dem Geh- und Radweg von Möhrendorf nach Dechsendorf. Hier sind die Planungen fertig. Auch beim Grunderwerb komme man zügig voran, so dass der nächste Herbst als Baubeginn anvisiert werde. Diese Verbindung des Regnitzgrunds mit dem westlichen Landkreis schließe nach der Fertigstellung eine wichtige Lücke im Radwegenetz.

Gefährlicher Anschluss

Die SPD hatte in einem Antrag nach dem Sachstand bezüglich der unübersichtlichen Anschlussstelle der A73 bei Möhrendorf gefragt. An den Einmündungen in die dortige Kreisstraße kommt es auch durch das hohe Verkehrsaufkommen immer wieder zu Unfällen.

Bei der folgenden längeren Diskussion verwies Tritthart darauf, dass dem Landratsamt noch keine Varianten für eine Entschärfung der Gefahrenstelle vorlägen. Diese würde die Autobahndirektion dem Gremium präsentieren, sobald sie auf einer verlässlichen Grundlage fußten.

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