Samstag, 14.12.2019

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Strahlende Gesichter und Erleichterung im Erlanger Schwimmsport

Die SSG blickt auf eine sehr erfolgreiche Saison zurück: Ehrung für Xander Cronje, Konstantin Walter und Nils Wich-Glasen — Nadine Laemmler geht - 14.08.2012

Nadine Laemmler nach ihrem A-Finale über 200m Rücken bei den Deutschen Meisterschaften. Nach Jahren in Erlangen schwimmt die Studentin nun in Heidelberg. © Eibener Pressefoto


Xander Cronje, Konstantin Walter und Nils Wich-Glasen wurden vom Vorstand des Fördervereins der SSG 81 Erlangen Harald Walter für ihre hervorragenden Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften und den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften geehrt. Alle drei gewannen Gold und können sich somit über die jeweiligen Strecken als beste Schwimmer in ihrem Jahrgang in ganz Deutschland bezeichnen. Das ist schon was. Vom Förderverein erhielten sie deshalb eine finanzielle Belohnung und Unterstützung.

Ziele erreicht

Auszeichnung für drei erfolgreiche Schwimmer: Cheftrainer Roland Böller (li.) und Fördervereinschef Harald Walter (re.) mit Konstantin Walter, Xander Cronje und Nils Wich-Glasen (v.li.). © privat


Nils Wich-Glasen kann seine Ziele als erfüllt betrachten. Er vergoldete nicht nur zwei Strecken und nahm am A-Finale über 200m Brust teil sondern qualifizierte sich auch für die Jugend-Europa-Meisterschaften (JEM). „Außer, dass die JEM nicht ganz so gut gelaufen ist, kann man die Saison wirklich als erfolgreich betrachten. Ich bin zufrieden“, sagt er heute.

Auf eine goldige Saison kann auch Konstantin Walter zurückblicken. Der Höhepunkt für ihn war ein fulminantes Rennen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften, bei denen er über eine für ihn recht untypische Strecke, die 400m Lagen, Gold gewann. „Damit hätte ich nie gerechnet“, freut sich der 15-Jährige, „vor allem, weil ich im Trainingslager in Florida noch krank war, und damit die Vorbereitung etwas spärlich ausfiel.“ Jetzt freue er sich über den Erfolg umso mehr.

Der 13-jährige Xander Cronje schwamm zum zweiten Mal beim Deutschen Jugendmehrkampf und sicherte sich hier das Edelmetall in der Disziplin Freistil. Vor allem durch seine gute Beinarbeit konnte er den anderen davonziehen.

Training vor der Schule

So was muss natürlich das ganze Jahr über im täglichen Training ge-übt werden. „Der Weg zum Spitzenschwimmer ist kein leichter, umso mehr freut es mich, dass mit Nils, Konstantin und Xander drei der fleißigsten Athleten deutsche Jugendmeister wurden“, betont Trainer Roland Böller. Je nach Alter und Spezialisierung auf Schwimmart und Strecke werden 30 bis 90 Kilometer pro Woche geschwommen. Das sind pro Trainingseinheit fünf bis acht Kilometer im Wasser. Dazu kommt noch Kraft —, Ausdauer- und Beweglichkeitstraining an Land. Von Übungen an den Geräten über Joggen bis hin zu Fußballspielen ist da alles dabei, wobei Letzteres natürlich am meisten Spaß macht. Sechs Tage die Woche wird trainiert, oft auch mit Frühtraining noch vor der Schule.

Das erfordert ein hohes Maß an Diszi-

plin von den jungen Sportlern. „Klar ist es manchmal hart“, sagt Mareike Förster, eine junge Schwimmerin aus der Ersten Mannschaft, „aber es lohnt sich.“ Auch für Förster war die Saison mehr als erfolgreich. Für ihren dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften über 200m Brust wurde sie deshalb vom Förderverein mit einer Prämie ausgezeichnet.

Eine Anerkennung erhielt auch Nadine Laemmler. Die 18-Jährige nahm bei der Deutschen Meisterschaft am A-Finale teil und wurde in ihrem Jahrgang Dritte über 200m Rücken. Die Schwimmerin trainiert schon mehrere Jahre bei Roland Böller, wechselt jetzt jedoch aus studientechnischen Gründen die Mannschaft und wird ab sofort für Heidelberg schwimmen.

Ins Höhentrainingslager

Eine noch nicht ganz so Böller-erfahrene Schwimmerin ist Michelle Messel. Das erste Jahr trainiert sie jetzt unter der Leitung von Cheftrainer Roland Böller, und ihre Entwicklung geht steil nach oben. „Michelle hat im vergangenen Jahr einen großen Schritt gemacht. Wenn sie es schafft, weiterhin so konsequent zu trainieren, kann sie in den kommenden Jahren Einiges erreichen“, lobt Trainer Böller seine Schwimmerin.

Dass sich hartes Training auszahlt, kann man auch daran sehen, dass sie nach dem Trainingslager in Florida im Herbst mit nach Flagstaff (Arizona/USA) ins Höhentrainingslager fliegen darf. Neben ihr dürfen die Reise nur Nils Wich-Glasen, Konstantin Walter und Jonas Gutzat mitantreten. Letzterer fiel zwar öfter durch Schulterverletzungen aus, ließ aber nie locker und wurde Dritter, Vierter und Sechster bei den Deutschen Meisterschaften. Dafür bekam auch er eine Prämie aus den Händen von Harald Walter.

Die drei Wochen in Flagstaff werden noch mal ein wichtiger Abschnitt für die jungen Athleten sein. Das würde aber niemals möglich sein ohne die Unterstützung der Sponsoren und des Fördervereins. Ihnen ist auch zu verdanken, dass das Projekt „Olympia 2016“ am Laufen ist. Denn die Sportler, die dafür in Frage kommen und als großes Ziel die Teilnahme an den Olympischen Spielen in vier Jahren haben, sind auf die finanzielle Hilfe ihrer Förderer angewiesen. Und so kann die SSG 81 Erlangen auch dank der Sponsorengelder hoffentlich einen Athleten 2016 nach Rio de Janeiro schicken.

Erfolgreiches Wettkampfjahr

Trotz großer Ziele ist natürlich das ganze Wettkampfjahr für die Schwimmer von Bedeutung — und jeder einzelne Wettkampf wichtig. Die Deutschen Meisterschaften im Juni sind da nur das Sahnehäubchen auf einer anstrengenden, trainingsreichen Zeit im Herbst, Winter und Frühling, die auch in dieser Saison von großen Wettbewerben geziert war. Da gab es die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften, gefolgt von den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Januar, wo die Männer sich den Verbleib in der zweiten Bundesliga erkämpften und die Damen mit deutlich jüngerer Mannschaft in die zweite Bundesliga abstiegen.

Und auch im Süddeutschen Vergleich schnitt das Team der SSG 81 Erlangen erfolgreich ab. Das soll so bleiben. Deshalb beginnen die Jugendlichen schon bevor die Schule wieder anfängt, Anfang September, mit dem Training im Wasser und an Land. Hohe Ziele für nächstes Jahr haben sie schon alle — und werden sie sicherlich auch erreichen.

ELENA WALTER

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