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Montag, 30.11.2020

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Winterdienst Erlangen soll sich mehr um Radwege kümmern

Wird von Granulat auf eine Mischung aus Streusalz und Sole umgestellt? - 20.11.2020 13:00 Uhr

Nicht überall räumt der Winterdienst in Erlangen beim ersten Schnee wie hier. Viele Radfahrer beklagen sich seit Jahren regelmäßig über kaum oder nicht geräumte Wege.

02.01.2015 © Athina Tsimplostefanaki


Immer mehr Leute steigen aufs Rad. Auch in den Wintermonaten. Und nicht allein wegen Corona und der Angst vor einer Ansteckung in den "Öffentlichen". Das Rad wird zunehmend als ganzjähriges Verkehrsmittel genutzt. Damit das weitgehend ohne Gefahr erfolgen kann, ist natürlich ein Winterdienst unverzichtbar. Und der soll künftig auch die Radwege winterfest gestalten – "zumindest auf dem Hauptradroutennetz". Das beantragte die CSU-Fraktion für den Haushalt 2021.

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Natürlich sind Minustemperaturen, vereiste oder matschige Straßen und Radwege keine große Verlockung, aufs Rad zu steigen. Dennoch tun es viele. Und ein guter Winterdienst kann zumindest das Radfahren in diesen Monaten attraktiver machen, meint die CSU und wollte von der Verwaltung aufgezeigt wissen, welche Radwege im Stadtgebiet für die Aufnahme in den Winterdienst "sinnvoll wären, um ein möglichst zusammenhängendes Netz zu erhalten". Außerdem, welche Maßnahmen wie beispielsweise Asphaltierung oder Streumittel in Frage kämen, und nicht zuletzt welche finanziellen und personellen Mittel dafür nötig wären.

"Präventiv streuen"

Bekanntlich ist Streusalz aus Umweltgründen nicht gerade optimal. Stattdessen das Rad mit wintertauglichen Spike-Reifen zu bestücken, wie unter anderem im Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss vorgeschlagen wurde, scheint jedoch auch keine allseits befriedigende Lösung zu sein. "Bei Temperaturen um die Null Grad müsste präventiv gestreut werden. Salz streuen ist an manchen Stellen einfach sinnvoll", hieß es seitens der Verwaltung.

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Aktuell wird ein Granulat als Streumittel verwendet, das "ökologisch sehr gut verträglich" sei. Eine "effizientere Alternative" wäre dagegen eine Mischung aus Streusalz und Sole. Überfrierende Nässe werde damit "gut verhindert", hieß es. Allerdings seien Steusalz und Sole ökologisch nicht so gut, sorgen aber für eine "bessere Verkehrssicherheit". Ob der Stadtrat den Umstieg vom derzeitigen Streumittel auf jene Mischung für die Radwege ab der Wintersaison 2021/2022 beschließen wird, ist momentan noch offen. Denn das Anliegen der CSU-Fraktion wurde nochmal vertagt.

Im Mai 2021 wird die AG Radverkehr die Frage erörtern, ob nun zusätzliche Radwege in den Räumplan des Winterdienstes aufgenommen werden. Damit wird auch der Punkt in Sachen zusätzliches Räumfahrzeug und weiteres Personal zunächst hinten angestellt.

rwi

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