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Dienstag, 18.05.2021

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Wohnungsmarkt: Trendumkehr in Erlangen

Situation am Erlanger Wohnungsmarkt hat sich entschärft. - 19.04.2021 06:00 Uhr

Die Nachverdichtung im Wohngebiet an der Schenkstraße durch die GEWOBAU ist abgeschlossen. Mit dem Langhaus 166, im östlichen Teil des Wohngebiets wurde ein Neubau errichtet. Die übrigen Geschosswohnungsbauten wurden saniert und um zwei Geschoße erhöht, deutlich zu sehen durch die farbliche Absetzung. Auch ein neuer Spielplatz wurde integriert.

18.04.2021 © Harald Sippel


Das sind rund 5,2 Prozent mehr als 2019", so der Sozialreferent der Stadt, Dieter Rosner. Größter Anbieter von Sozialwohnungen in der Stadt ist die städtische Gewobau mit 2933 Wohnungen.

"Die konsequente Wohnungsbauoffensive und die städtischen Vorgaben zum sozialen Wohnungsbau lassen also einen positiven Trend erkennen", so Rosner. Auch wenn bis Ende 2021 noch einmal 150 Wohnungen aus der Sozialbindung fallen: Der Trend geht weiter nach oben, denn 214 Wohnungen sind neu bezugsfertig, davon 164 (77 Prozent) gefördert. Und im Bau oder in Planung sind 1661 Wohnungen, davon ist aktuell für 707 Wohnungen eine Förderung geplant (42,6 Prozent).

"Der Bau neuer Wohnungen ist aber weiterhin notwendig", sagt der Sozialreferent weiter. "Daher sind die Wohnungsbauprojekte der Dawonia, des Evangelischen Siedlungswerks, der Gewobau, der GS Schenk GmbH, Heinlein Bau, Grammer Immobilien, der Joseph Stiftung und der Projekt Bauart GmbH dringend erforderlich.

Besonders dringender Bedarf besteht an geförderten Wohnungen für einkommensschwache Haushalte." 

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402 Wohnungen wurden 2020 vermittelte. Das ist ein Anstieg um 42 Prozent gegenüber 2019, was unter anderem auch durch den Bau neuer geförderter Wohnungen begründet ist. Zum Stichtag 31. Dezember 2020 lagen allerdings noch 1166 Wohnungsanträge dem Sozialamt vor.

Vermittelt wurden in der letzten Zeit überwiegend Zwei-Zimmer-Wohnungen (52 Prozent) sowie Drei-Zimmer-Wohnungen (30 Prozent), große Wohnungen ab vier Zimmern stellten drei Prozent der Vermittlungen dar. Der größte Anteil bei offenen Anträgen betrifft Ein-Personen-Haushalte (49 Prozent) und Haushalte mit vier und mehr Personen (20 Prozent). Antragstellende Haushalte sind zu 87 Prozent in der niedrigsten Einkommensstufe; in großen Haushalten ab fünf Personen befinden sich 94 Prozent und mehr in der niedrigsten Einkommensstufe.

Im Rahmen des "Belegrechtsvertrags" mit der Gewobau bestanden zum 31. Dezember letzten Jahres insgesamt 482 aktive Mietverhältnisse. 33 Prozent des in der Vertragslaufzeit zu erfüllenden Solls der sogenannten Belegrechtszeit sind bis Ende 2020 erfüllt. Bis Ende 2020 wären jedoch 50 Prozent zu erfüllen gewesen. "Die Erfüllung des Belegrechtsvertrags durch die Gewobau steht also weiter auf der Agenda und muss künftig noch forciert werden," so Rosner.

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