Startschuss am 1. Mai

Zu diesen Bedingungen öffnen heuer die Freibäder in Erlangen und im Landkreis ERH

Hans von Draminski
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Claudia Freilinger
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30.4.2022, 05:14 Uhr

© Harald Sippel, NN

So ist die Lage in Erlangen

In den Erlanger Bädern ist alles vorbereitet: Am Sonntag, 1. Mai 2022, geht es mit dem Röthelheimbad los, einige Tage später, am 14. Mai, folgt dann das Westbad. Bereichsleiter Matthias Batz freut sich nach zwei Corona-Sommern mit eingeschränktem Betrieb in diesem Jahr ganz besonders auf die Saison: "Es haben wirklich viele Menschen das Freibad vermisst, es ist ja Schwimmen, Sport, Spaß und sozialer Treffpunkt für Familien und Freunde". Nun hofft er auf einen möglichst relativ normalen Freibad-Sommer, die Maskenpflicht wollen die Erlanger Stadtwerke, die die Bäder betreiben, aller Voraussicht nach in geschlossenen Bereichen beibehalten. Dennoch soll die Laune heuer nichts trüben, die Verantwortlichen haben sich daher auch einiges ausgedacht: So ist beispielsweise am Ende der Ferien, kurz vor Schulbeginn, eine Art Bad-Party geplant. Eine weitere Nachricht: Die Eintrittspreise werden zum Teil angehoben, das hat aber nichts mit dem Krieg gegen die Ukraine und steigenden Energiekosten zu tun, sondern einzig und allein mit generell steigenden Preisen.

Die Preise einiger Kartenkategorien bleiben unverändert, so liegt für Schülerinnen und Schüler (ab 6 bis einschließlich 17 Jahren) der Einzeleintritt weiterhin bei 1,80 Euro. Der Einzeleintritt für Erwachsene kostet indes zukünftig 4,40 Euro statt wie bisher 4 Euro. Die Familientageskarte 1 (ein Erwachsener und bis zu drei Kinder) kostet 5,50 Euro und somit 0,50 Euro mehr als bisher, die Familienkarte 2 (zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder) wird um 1 Euro teurer und kostet dann 9,00 Euro. Großfamilien mit mehr als drei eigenen Kindern können gegen Nachweis und ohne Mehrkosten die Familienkarte 2 nutzen. Die Zehnerkarte für Erwachsene wird um 5 Euro teurer. Die Sommersaisonkarte für Erwachsene kostet ab Mai 2022 115 Euro. Der Erlangen-Pass bietet auch weiterhin entsprechende Ermäßigungsmöglichkeiten. Mehr Informationen gibt es hier.

So sieht es in Herzogenaurach aus

In Herzogenaurach wird das Freibad wie immer am 1. Mai 2022 eröffnet. Bäderchef Patrick Geiger hofft nach zwei Pandemie-Jahren auf eine Corona-freie Badsaison, die heuer, wenn alles nach Plan geht, bis zum 15. September dauern soll. Wie man mit den energiepolitischen Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine umgeht, sei noch nicht abschließend besprochen, "da fahren wir derzeit auf Sicht", sagt Geiger. Derzeit hat das Badewasser noch die gewohnten 24 Grad Celsius. Auch an den Eintrittspreisen will man in Herzogenaurach nicht herumschrauben. Es bleibt also bei 4,30 Euro pro Erwachsenem, 2,70 Euro für Jugendliche zwischen 16 und 17 und 1,20 Euro für Kinder bis 15. Die Familienkarte A (ein Elternteil plus Kinder) kostet 6,50 Euro, die Familienkarte B für beide Elternteile 9,80 Euro. Saisonkarten kosten 75/47/21 Euro.

Das plant Höchstadt

"Es läuft alles", sagt Hans-Peter Philipp. Der Bäderchef in Höchstadt meint das im übertragenen Sinne und konkret, denn die Becken im Freibad sind noch nicht alle voll. Die Saison für das Wellenfreibad startet aller Voraussicht nach am Samstag, 7. Mai. Die erste Woche über sind die Öffnungszeiten noch etwas verkürzt und das Bad empfängt seine Besucher zwischen 12 und 20 Uhr. Ab Sonntag, 15. Mai, geht es dann so richtig los (täglich 9 bis 20 Uhr, Dienstag schon ab 7 Uhr geöffnet). Wegen der hohen Energiepreise, versuche der Bäderbetrieb so viel Kosten zu sparen wie möglich. Über welche Stellschrauben das gelingt, werde sich zeigen, meint Philipp. Die Eintrittspreise bleiben auf jeden Fall unverändert: Sie liegen bei 3 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Personen zwischen 4 und 17 Jahren. Im Familientarif zahlt ein Elternteil mit zwei Kindern 5 Euro und zwei Elternteile mit zwei Kindern 7 Euro. Weitere Informationen gibt es hier: https://www.hoechstadt.de/erleben/freizeit-sport/wellenfreibad.

So sieht es in Heroldsberg aus

Wann genau im Heroldsberger Schlossbad die Badesaison beginnt, steht ebenfalls noch nicht fest. "Das hängt ganz von der Witterung ab", so Leiterin Karoline Holmer. Die Becken werden allein mit Solarenergie beheizt. Wichtig ist freilich, dass nicht nur die Sonne intensiv scheint, sondern dass sich auch das Wasser nachts nicht zu stark abkühlt.

Aufgrund der allgemeinen Preissteigerungen hatte der Gemeinderat bereits im Herbst entschieden, die Eintrittspreise zu erhöhen. Die Tageskarte für Erwachsene kostet nun 5 Euro (ab 17 Uhr 2,50 Euro), für Kinder ab vier Jahren 2,50 Euro und für Familien mit bis zu drei Kindern unter 18 Jahren 12 Euro.

Dass aufgrund der gestiegenen Energiepreise gleich noch einmal eine Erhöhung beschlossen wird, glaubt Karoline Holmer nicht. Durch die Anschaffung von zwei Frequenzausrichtern für die Umwälzpumpe konnte der Verbrauch weiter gesenkt werden.

Geöffnet ist das Schlossbad während der Saison täglich von 9 bis 20 Uhr, dienstags und donnerstags sogar schon ab 7 Uhr. Geplant ist ein neues Kassensystem, so dass künftig auch mit dem Smartphone bezahlt werden kann. Wie in vielen anderen Bereichen gibt es hier derzeit jedoch Lieferschwierigkeiten. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der Marktgemeinde

Das ist in Neunkirchen geplant

Für das Freibad in Neunkirchen steht bislang lediglich fest, dass es am 21. Mai losgehen kann. Ob die Preise hier erhöht werden, stehe noch nicht fest, heißt es aus dem Rathaus. Das Thema käme auf die Agenda von einer der nächsten Stadtratssitzungen.

So sieht es in Aschbach aus

Im Schlüsselfelder Freibad in Aschbach sind die gestiegenen Kosten für fossile Energieträger gleichwohl kein Thema: "Wir heizen die Becken über einen sogenannten Solarabsorber", erzählt Bademeister Martin Bund. Aufgrund der Speisung mit Erneuerbarer Energie sei es nicht notwendig, die Wassertemperaturen in den geheizten Becken herunterzusetzen.

Öffnen wird das Freibad Aschbach voraussichtlich wie jedes Jahr Mitte Mai; ein Eröffnungstermin steht noch nicht fest. Auch über die Öffnungszeiten und die Eintrittspreise ist das letzte Wort laut Martin Bund noch nicht gesprochen. Wichtig ist in Aschbach der Erlebnisbad-Charakter. So gibt es ein Kinderplanschbecken mit Schiffchenkanal und Kleinkindrutsche, ein Erlebnisbecken für Nichtschwimmer mit Wasserpilz, Wasserkanonen und einer Breitrutsche, 25 Meter Schwimmbecken mit Startblöcken, verschiedene Schwimmhilfen wie "Pool-Nudeln" und Delphinbretter sowie eine Bobby-Car-Bahn und Fahrzeuge. Weitere Infos finden sich unter www.erlebnis-steigerwald.net/sport-und-freizeit/hallen-und-freibaeder/freibaeder/freibad-aschbach

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