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Montag, 06.07.2020

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Auch nach Corona: Essen to-go als wichtiges Zubrot

Gastronome spüren große Solidarität. Gscheitgut-Wirte untereinander vernetzt - 28.05.2020 14:32 Uhr

Kein Sonntag ohne deftigen Braten. Entweder zum Mitnehmen oder jetzt auch wieder in den Gasthäusern.

© Markus Dimmling


Elisabeth Pfister © Foto: Franz Galster


 

Frau Pfister, wenn Sie Bilanz ziehen: Wie ist das Essen-to-go in den vergangenen Wochen gelaufen?

Ich muss sagen, dass ich wirklich zufrieden bin. Wir haben sonntags zum Mittagessen in erster Linie verschiedene Braten angeboten. Zum einen zum Abholen, zum anderen haben wir auch unser Essen in Weigelshofen ausgeliefert. Das heißt, wir haben die Körbe mit leeren Töpfen und dem Geld eingesammelt und anschließend gefüllt mit Braten, Klößen und Salat wieder ausgeliefert. Wir waren wirklich überwältigt vom Zusammenhalt in unserem Dorf, da hat sich viel Solidarität gezeigt. Auch Menschen, die uns nicht so häufig im Gasthof besuchen, haben Essen bei uns bestellt.

 

Wird das Essen zum Mitnehmen auch eine Chance nach Corona haben?

Mit den Vorbestellungen können wir Wirte natürlich viel besser vorausplanen, was Personaleinsatz und Einkäufe betrifft, und haben anschließend nicht soviel oder nahezu keine Abfälle oder Reste. Außerdem ist Essen-to-go, gerade auch jetzt, wenn Restaurants zwar öffnen dürfen, aber das Platzangebot eingeschränkt ist, ein gutes Zubrot.

 

Sie sind auch in der Vorstandschaft von Gscheit-Gut, dem Verein für regionale Esskultur, engagiert. Kommt man gemeinsam besser durch die Krise?

Das finde ich schon. Gerade der Lockdown hat uns Gastronomen hart getroffen. Januar und Februar sind die ruhigsten Monate im Jahr und ab März geht die Saison so richtig los. Doch dann kam Corona. Wir Gscheit-Gut-Wirte tauschen uns untereinander aus. Gerade in der Anfangszeit, als noch niemand so genau wusste, wie das mit dem Essen-to-go läuft, ruft man sich gegenseitig an und bespricht untereinander, was umsetzbar ist. Außerdem werden wir mit unseren Beiträgen auch auf den Internet- und Facebook-Seiten wahrgenommen, posten Speisenkarten, das sorgt zusätzlich für Reichweite.

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