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Betrüger versprechen 280.000 Euro Gewinn: Mehrere Opfer in Oberfranken

Kriminalpolizeien Bamberg und Bayreuth ermitteln - Erpressungen nach Besuch einer Sex-Seite - 30.01.2020 13:26 Uhr

Nicht nur Senioren sind das Ziel von Trickbetrügern bei den jüngsten Fällen in Oberfranken.


Ins Netz der Betrüger ging der 65-jährige Mann aus Plankenfels am Mittwoch, 29. Januar. Gegen 16 Uhr klingelte sein Telefon. Er erhielt einen Anruf von einem bislang Unbekannten, der sich als Mitarbeiter einer Gewinnzentrale ausgab. Hierbei teilte er dem Rentner mit, dass er bei einem Gewinnspiel 38 500 Euro gewonnen habe. Um die Verifizierung abzuschließen, sollte der Mann die Aktivierungscodes zweier zuvor gekaufter Guthabenkarten im Wert von jeweils 500 Euro übermitteln. Im Anschluss würden zwei Mitarbeiter der Gewinnzentrale sowie ein Notar zur Übergabe des Gewinns vorbeikommen. Trotz anfänglicher Bedenken übermittelte der 65-Jährige die Aktivierungscodes an den Anrufer.

Das Versprechen vom schnellen Geld

Ein ähnlicher Fall ereignete sich im Zeitraum von Freitag, 24. Januar, bis Mittwoch, 29. Januar. Eine 37-Jährige aus Memmelsdorf erhielt mehrere Anrufe von einem Unbekannten, der ihr zunächst eine Gewinnsumme in Höhe von 180.000 Euro, später sogar von 280.000 Euro, versprach. Die Frau nannte dem Betrüger die Codes mehrerer Guthabenkarten und verlor dadurch einige tausend Euro. Als der erhoffte Geldsegen ausblieb, wandte sie sich an die Polizei.


Wenn sich nach dem Besuch der Sex-Seite im Internet Betrüger zu Wort melden: Erfahrungsberichte und Ratschläge der Polizei.


Die Oberfränkische Polizei warnt die Bevölkerung deshalb vor derartigen Gewinnversprechen und gibt folgende Tipps, wie man sich verhalten soll:

  • Wenn Ihnen am Telefon ein Gewinn versprochen wird: Erkundigen Sie sich nach dem Namen des Anrufers, seiner Adresse und Rückrufnummer. Fragen Sie nach, um welches Gewinnspiel es sich handelt und notieren Sie sich alle Angaben.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten preis, z. B. Kontoinformationen, Vermögensverhältnisse, Kreditkartennummern.
  •  Leisten Sie niemals Vorauszahlungen, um angebliche Gebühren, Steuern oder Notarkosten zu begleichen.
  • Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen.
  • Wenn Sie Zweifel haben, informieren Sie die Polizei.

Weitere Ratschläge der Polizei gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de

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