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Dienstag, 15.10.2019

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Cabriosol: Die Sanierung des Saunabereichs kommt stetig voran

Wann das Pegnitzer Ganzjahresbad nach dem Brand wieder vollständig öffnen kann, steht allerdings noch in den Sternen - 15.01.2019 06:00 Uhr

Die ausgebrannte Sauna ist mittlerweile rückgebaut. Ein Teil der Wände wird erneuert, auch das Trapezblechdecke muss ausgetauscht werden, sagen Brandsanierer Senol Gider (links) und Projektleiter Sebastian Poppek. © Foto: Ralf Münch


Zurzeit wird das Inventar der betroffenen Kelo-Sauna samt Umkleidebereich rückgebaut. Auf rund 80 000 Euro schätzt Poppek allein hierfür die Kosten. Insgesamt werde die reine Sanierung des Saunabereiches auf etwa 200 000 Euro kommen. Wie hoch die Kosten für den Neueinbau sind, kann der Projektleiter noch nicht sagen.

"Ende der Woche kommt erst mal ein Sachverständiger, und dann muss ein Plan erstellt werden, was alles gemacht werden muss und die Ausschreibungen werden erstellt", skizziert Poppek. Es werde also noch mehrere Monate dauern, bis die Sauna wieder eröffnet werden könne. Ein genaues Datum will er aber noch nicht nennen.

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Mit rund 15 Leuten ist Senol Gider, Einsatzleiter der Nürnberger Brandsanierungsfirma Belfor, derzeit dabei, alles zurückzubauen. Der Saunaraum und Umkleidebereich ist schon komplett ausgeräumt. Etwa 40 Kubikmeter Müll seien bislang angefallen und werden bei den Arbeiten nun nach Glaswolle, Holz, Metall und Rigips getrennt entsorgt.

Als Nächstes ist die Gebäudehülle dran. Im Saunaraum werden die Wände zum Teil erneuert werden müssen, vermutet Gider. Denn es lasse sich nur teilweise der Ruß entfernen. Die T-Träger im Dach müssten nicht ausgetauscht werden. "Nur die Aufhängung muss erneuert werden", sagt Poppek. Ein Statiker habe dies überprüft.

Ausgetauscht wird wohl auch die Trapezblechdecke samt Isolierung sowie die Zwischendecke, sagt Gider. Die Rußschicht auf dem Blech könne nicht entfernt werden, da sei es sinnvoller, gleich zu erneuern. Auch der Rußbefall in der Zwischendecke sei sehr groß und habe sich weit gezogen, da es keine Abschottungen zwischen Sauna und Umkleidebereich gebe.

Gereinigt wurde schon der Hauptruheraum. Er werde zurzeit als Ablageraum für das erhaltene Inventar genutzt. So seien etwa ein Drittel der Liegen noch verwendbar, berichtet Poppek.

Alles ist in Plastikhüllen verpackt, um Verschmutzungen durch die Rückbauarbeiten zu vermeiden. Gider zeigt im Gastro- und Sanitärbereich diverses Inventar aus Holz. "Das ist offenporig und kann nicht hundertprozentig gereinigt werden", sagt er. Deshalb sei es sinnvoller, es gleich auszutauschen — genauso wie sämtliche Fliesen in der Sauna und den Sanitärräumen. Auch die Elektrik sowie sämtliche Leitungen müsste wohl eine Fachfirma erneuern.

Für Gider ist die Sanierung im Cabriosol Alltag, nichts Außergewöhnliches mit besonderen Giftstoffen zum Beispiel. Das ist bei Projektleiter Poppek, der noch eine Einrichtung in Wolfenbüttel betreut, anders: "Der Brand im Cabriosol ist schon eine große Sache", sagt er.

Am Ende der Sanierung werde ein Rohbau dastehen. "Dann muss alles wieder komplett neu gemacht werden", so Poppek. Rund 1000 Quadratmeter ist der Saunabereich groß, vom Brand betroffen sind 300 bis 400 Quadratmeter.

Zum Badbereich wurde eine Abschottung errichtet. An eine Teilöffnung des Saunabereichs – wie ursprünglich angedacht – sei aber nicht zu denken. "Wir haben ja keinen Umkleide- und Gastrobereich", sagt Poppek.

FRAUKE ENGELBRECHT

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