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CSU Hausen kürt Ruppert und ätzt gegen Bürgermeister

Kommunalwahlen 2020: Derzeitiger Vize-Bürgermeister von Hausen tritt an - 30.10.2019 14:00 Uhr

Die CSU Hausen hat ihre Wahl getroffen. Von rechts: MdL Michael Hofmann, Spitzenkandidat Bernd Ruppert, Rupperts Frau Daniela und Franz-Josef Ismaier. © Alexander Hitschfel


Geht es nach dem Willen der Christsozialen, soll Ruppert, der aktuell das Amt des Zweiten Bürgermeisters bekleidet, im nächsten Jahr den jetzigen Bürgermeister Gerd Zimmer (SPD) ablösen. Deutliche Worte fand der Fraktionsvorsitzender der CSU Hausen, Franz-Josef Ismaier, bei der Nominierungsveranstaltung: Die letzten zwölf Jahre Kommunalpolitik seien für die Gemeinde Hausen „ein Desaster“ gewesen, so Ismaier.

Angefangen habe es ihm zufolge im Jahr 2008 – als die damalige „Mehrheitsregierung“ der Christsozialen unter dem damaligen Bürgermeister Edmund Mauser abgewählt worden sei, so Ismaier. Dies habe seines Erachtens nach zu einem Bruch in der Gemeinde geführt. Damals seien die Bürgerinnen und Bürger von Hausen und Wimmelbach einem Irrtum aufgesessen, als man geglaubt habe, dass durch die Abwahl der CSU in der Gemeinde alles besser werden würde.

"Chaos", "Scherbenhaufen" und "Untergang"

Ganz im Gegenteil, meinte Ismaier, seien die ersten sechs Jahre aber „chaotisch“ verlaufen. Der damalige Bürgermeister – Franz Renker (UWG) – habe einen „Scherbenhaufen“ hinterlassen und sei deswegen abgewählt worden. Doch dann habe der Wähler der CSU wiederum nicht die Chance gegeben alles besser zu machen.

Ruppert unterlag damals in der Stichwahl knapp dem SPD-Kandidaten Zimmer. „Der Scherbenhaufen für Hausen ist danach noch größer geworden“, meinte Ismaier. Dies zeige sich ihm zufolge auch darin, dass in der Gemeindeverwaltung 13 Mitarbeiter innerhalb von nur sechs Jahren gekündigt hätten.

Für Ismaier liegt es auf der Hand: „Es liegt an der Führung der Gemeinde“, so der Fraktionsvorsitzende. Und er betonte, dass es für die CSU Hausen keinen „Plan B“ gebe, wenn der Wähler der CSU bei der nächsten Wahl keinen politischen Handlungsauftrag gebe. Ismaier: „Wenn die CSU Hausen irgendwann mal nicht mehr besteht, geht die Welt nicht unter, aber Hausen geht unter.“ Deswegen wolle man nun die Wende für den rund 3700-Einwohnerort Hausen schaffen.

Ruppert habe gezeigt, meinte der Fraktions-Chef, dass er während der Vertretungszeit für den erkrankten Bürgermeister viel für Hausen bewegen habe können. So sei es Rupperts Verdienst gewesen, dass Projekte wie das Baugebiet Lohe V, oder auch das neue Feuerwehrhaus kurzfristig umgesetzt werden konnten.

Der Spitzenkandidat zeigte sich überwältigt von den Worten seines Fraktionsvorsitzenden. Seit mehreren Wochen leite er als Krankenvertretung die Geschicke der Gemeinde, neben seinem 40-Stunden-Job bei der Deutschen Post. Es sei eine große Belastung, zwei Jobs auszuüben, sagte Ruppert.

"Ich möchte was bewegen"

Der gebürtiger Hausner hat 20 Jahre bei der SpVgg Fußball gespielt, schießt seit seinem zehnten Lebensjahr im Schützenverein, wo er seit 2006 auch als erster Vorstand tätig ist. „Ich möchte in meiner Heimat was bewegen“, sagte Ruppert.

Er wolle neue Arbeitsplätze für Hausen schaffen, den Verkehr entlasten, den Ort ein bisschen grüner machen, die Offene Ganztagsschule umsetzen und auch die Realisierung eines neuen Sport- und Gemeindezentrums stünden auf seiner Agenda.

Die über 40 anwesenden CSU–Mitglieder wählten Ruppert einstimmig zu ihren Bürgermeisterkandidaten. Insgesamt fanden an diesem Abend rund 80 Personen den Weg in die Hausener Sportgaststätte. Mit der einen „Ja-Stimme“ an diesem Abend sei es aber nicht getan, so Ruppert, der darum warb: „Ich hoffe ihr stärkt mir auch weiterhin den Rücken“.

Alexander Hitschfel

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