Der rollende Botschafter Ebermannstadts ist unterwegs

Ebermannstadts Bürgermeisterin Christiane Meyer taufte den neuen Zug auf den Namen „Ebermannstadt“ mit einer Flasche Sekt.

Ebermannstadts Bürgermeisterin Christiane Meyer taufte den neuen Zug auf den Namen „Ebermannstadt“ mit einer Flasche Sekt. © Marquard Och

Zahlreiche Besucher kamen zum Fest an den Ebermannstädter Bahnhof und bestaunten dort die schnaubenden Rösser der Dampfbahn Fränkische Schweiz.

Zahlreiche Besucher kamen zum Fest an den Ebermannstädter Bahnhof und bestaunten dort die schnaubenden Rösser der Dampfbahn Fränkische Schweiz. © Marquard Och

Mit einem Rückblick auf die Eisenbahngeschichte – es gab schon mal eine Ebermannstadt Dampflok – begrüßten Gastgeber, Dampfbahnvorsitzender Johannes Füngers und Stephan Schäff die Gäste. Füngers war es dabei wichtig, Meldungen zu dementieren, die Dampfrösser seien "Feinstaubschleudern". Feinstaub, der die Lunge schädigt, sei alles unter einer Partikelgröße von 15 My. "Was bei uns aus dem Schlot kommt ist Ruß, Partikelgröße ab 30 My."

"Ein Bahnhofsfest zu 35 Jahren Dampfbahnbetrieb und gleichzeitig die Zugtaufe – 127 Jahre nachdem die erste Dampflok aus Forchheim einrollte – die Ereignisse könnten nicht besser zusammen passen", freute sich die Stadtchefin und mit ihr Landrat Hermann Ulm (CSU), Stadträte und die Kollegen Anja Gebhardt (SPD), Hanngörg Zimmermann (FW/BG) und Gerhard Riediger (NWG) aus den Nachbargemeinden. Damals wurde der Schienenverkehr zur Lebensader der Fränkischen Schweiz. An den Bahnhöfen waren Abschiedsszenen für Kriegseinsätze und Flüchtlingsankünfte zu erleben, Sonderzüge fuhren Ausflügler zum Walberlafest und Wallfahrer in Richtung Gößweinstein.

"Mobilität ist ein wichtiges Zukunftsthema. In den zwölf ILE-Gemeinden wissen wir um die Bedeutung der Strecke", sagte Landrat Hermann Ulm. Im Juni 2011 habe agilis den Betrieb aufgenommen; "im "Ranking" der Bayerischen Eisenbahngesellschaft liege "agilis Nord" zum sechsten Mal an der Spitze aller bayerischen Schienenwettbewerbsnetze. "Agilis ist damit ein Aushängeschild für den Tourismus in der Fränkischen Schweiz", betonte der Landrat und wünschte "allzeit gute Fahrt mit dem ,Ebermannstadt’-Triebwagen".

"Ebermannstadt ist das Herz der Fränkischen Schweiz, hier dürfen wir Schüler, Pendler und Ausflügler stündlich zu ihren Zielen bringen, dabei setzen wir Maßstäbe in Sauberkeit und Zuverlässigkeit unserer Züge", stellte Geschäftsführer Hennighausen heraus.

Der "Botschafter für Ebermannstadt"  wird  von Weiden über Bayreuth bis Hof, Kulmbach und Bamberg unterwegs sein.   Nach dem kirchlichen Segen und gemeinsamem Vater Unser wurde zu Umtrunk und Häppchen geladen.

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