Zukunftsideen gesammelt

Die Jugend will in Pretzfeld bleiben, sofern die Bedingungen stimmen

Pretzfeld liegt idyllisch im Tal der Wiesent. Und viele Jugendliche können sich vorstellen, dem Ort treu zu bleiben. 

Pretzfeld liegt idyllisch im Tal der Wiesent. Und viele Jugendliche können sich vorstellen, dem Ort treu zu bleiben.  © Norbert Haselbauer, NN

Hauptziel der Veranstaltung war die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen. Ihnen sollte die Möglichkeit gegeben werden, ihre Lebenswelt aktiv mitgestalten zu können. Das geht aus einer Pressemitteilung des Kreisjugendrings (KJR) hervor. Zusammen mit der Gemeinde hatte er zum Treffen eingeladen.

Die Gemeinde für die Jugend entwickeln

In sechs unterschiedlichen Themenecken fand ein reger Austausch statt, da die Jugendlichen viele Ideen und interessante Standpunkte mitbrachten, heißt es. Unterstützt, betreut und motiviert wurden sie hierbei von den beiden hauptamtlichen Kreisjugendpflegerinnen sowie Ehrenamtlichen des Kreisjugendrings. Ziel der Veranstaltung war es, die Kinder und Jugendlichen zu ihren Wünschen und Vorstellungen ihrer Zukunft in Pretzfeld und Umgebung in Bezug auf einzelne Lebensbereiche zu befragen und dadurch eine attraktive und jugendgerechte Entwicklung ihrer Heimatgemeinde anzuregen.

Bei den Ergebnissen kamen diverse Beispiele zur Sprache, die einerseits jugendspezifisch waren, aber andererseits auch solche, die lebensnah und konstruktiv in den Vordergrund rückten, da sie auch von Erwachsenen hätten genannt werden können, so der KJR. Es wurde beispielsweise über schwierige Engstellen an Straßenüberquerungen oder Verbesserungswünsche für den vorhandenen Bolzplatz bei der Grundschule gesprochen.

So wünschen sich die Kinder und Jugendlichen, dass ein neuer Basketballkorb installiert wird und man dann getrennt Tennis und Basketball spielen kann. Auch über einen möglichen Treffpunkt und den geeigneten Standort wurde diskutiert, an dem man sich auch bei schlechtem Wetter treffen kann.

Auch noch in zehn Jahren in Pretzfeld

Explizit mehrfach wurde eine Skateranlage wie beispielsweise in Forchheim oder Ebermannstadt als Wunsch auf den vorbereiteten Tischdecken notiert. Insgesamt machten die anwesenden Kinder und Jugendlichen deutlich, dass sie sich in ihrer Heimatgemeinde sehr wohl fühlen und sich durchaus vorstellen könnten, auch in zehn Jahren noch hier zu leben – sofern die Bedingungen (Arbeitsplatz und Wohnraum) ihren Vorstellungen entsprechen.

Als nächster Schritt werden die Ergebnisse von den Fachkräften ausgewertet und zeitnah dem Gemeinderat vorgestellt. Dort könnten auch gleich die Möglichkeiten der Umsetzung diskutiert werden, welche Wünsche kurz- und langfristig realisierbar sind. Klar sei, dass nur durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen den motivierten Kindern und Jugendlichen, der örtlichen Jugendbeauftragten Tanja Dvorak und dem Gemeinderat die Umsetzung der gesammelten Interessen zum Erfolg führen könne.

Anwesend waren auch interessierte Gemeinderätinnen und Gemeindeträte sowie der erste Bürgermeister und die dritte Bürgermeisterin, die neugierig lauschten und den jungen Teilnehmenden als Ansprechperson zur Verfügung standen. Der Projektabend wurde von einem Gewinnspiel abgerundet, bei dem sich drei glückliche Jugendliche über Preise freuten. Finanziell unterstützt wird das Projekt vom Bayerischen Jugendring.

Weitere Wünsche und Anregungen können per E-Mail an info@pretzfeld.de oder den Gemeinderat sowie der Jugendbeauftragten Tanja Dvorak weitergegeben werden.

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