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Diese Apotheken bieten Schnelltests im Landkreis Forchheim an

Kurze Wege sollen helfen, dass sich Menschen regelmäßig testen lassen - 12.04.2021 20:42 Uhr

Apotheker Günter Beck und die pharmazeutisch-technische Assistentin Silvia Bieger am Testzentrum der Egloffsteiner „Apotheke zum alten Ritter“. Eine Übersicht über alle Möglichkeiten zu Schnelltests gibt es auf der Webseite des Landkreises unter www.lra-fo.de.

12.04.2021 © Foto: Annika Falk-Claußen


Unter www.schnelltest-apotheke.de kann man pro Person (auch Kinder werden getestet, müssen aber extra angemeldet werden) ein Terminfenster von 15 Minuten buchen. Nach der Anmeldung bekommt man einen QR-Code per E-Mail zugeschickt, mit dem man sich – zusätzlich zum Personalausweis – bei der Apotheke ausweisen kann. Nach einer Unterschrift zum Datenschutz wird das Stäbchen in die Nase gesteckt und man kann wieder nach Hause gehen. 15 Minuten später erhält man das Ergebnis per E-Mail mitgeteilt. Sollte es positiv sein, wird es auch an das Gesundheitsamt weitergeleitet.

Durch das Anmeldeportal reduziert sich der Papierkram für die Apotheken "auf das Mindeste", wie Apotheker Günter Beck erklärt, der mit seiner Frau in den Landkreisen Forchheim und Bamberg fünf Apotheken betreibt. Eine Anmeldung zum Test sollte möglichst über das Internetportal gemacht werden. Wem das aber gar nicht möglich ist, der könne auch in der Apotheke anrufen und man gebe den Kunden händisch ins System ein, so Beck.


Hier kann man sich im Landkreis Forchheim testen lassen


Für den Apotheker bedeutet die Einrichtung der Teststationen zusätzliche personelle Ressourcen. In vier seiner fünf Apotheken arbeiten künftig in einem Zeitfenster von zwei bis drei Stunden am Tag jeweils zwei Mitarbeiter zusätzlich. Innerhalb von nicht mal zwei Wochen wurden Software, Infrastruktur und Aufbau der Testzentren organisiert. Mitarbeiter mussten für die Tests geschult werden.

In Egloffstein wurde die Teeküche umfunktioniert, damit der normale Kundenverkehr in der Apotheke und das Testzentrum voneinander getrennt sind. "Wir testen nur die Symptomlosen, um mögliche Superspreader herauszufiltern, die gar keine Symptome haben", so der Pharmazierat, der die Gesundheitspolitik der vergangenen Jahre kritisiert. Die Apotheken müssten jetzt eine Dienstleistung für die Allgemeinheit erbringen. "Jetzt fällt uns auf die Füße, dass wir seit 15 Jahren unter enormem Kostendruck arbeiten, weil damals gesagt worden ist, dass es mehr Wettbewerb brauche."

Doch zum Glück sei die Apotheke weiterhin "keine unpersönliche Behörde", sagt Beck, der merkt, dass die Kunden den Apotheken vertrauen und Testmöglichkeiten deshalb gerne in Anspruch nehmen.

ANNIKA FALK-CLAUSSEN

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