Donnerstag, 12.12.2019

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Dieser Tag übertraf alle Erwartungen in Obertrubach

Ein sehr stimmungsvoller Abschied vom langjährigen Pfarrer Werner Wolf - 14.10.2019 16:11 Uhr

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Obertrubach verabschiedet sich von Pfarrer Werner Wolf

Ein gefühlsbeladener Tag, der alle Erwartungen übertraf


Nach einem Kirchenzug war die Pfarrkirche St. Laurentius bis auf den letzten Platz gefüllt. War diese Veranstaltung schon denkwürdig, so setzten die Vereine mit einem Zapfenstreich noch eins drauf.

Bei einbrechender Dunkelheit zogen sie vom Rat- zum Pfarrhaus, um Pfarrer Wolf abzuholen. Mit Fackeln und unter den Klängen der Jugendblaskapelle zog man dann durch den Ort zur Wiese vor dem Altarstein. Mit von der Partie unter anderen Pater Flavian aus Gößweinstein. Die politische Seite repräsentierten MdB Silke Launert und MdL Michael Hofmann (beide CSU). Auf dem vorbereiteten Gelände hatten sich um die 700 Gäste niedergelassen. Der durch viele Lichter beleuchtete Altarstein beherrschte die Szene. Davor hatte sich auf der Naturbühne der Gemeinschaftschor aufgestellt, eine Sängerschar, gebildet aus allen Sangesgruppen der Gemeinde. Daneben der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Betzenstein, gelebte Ökumene, so wie es immer das Anliegen des scheidenden Pfarrers Wolf war.

Musik zu seinem Wirken

Marion Körber und Markus Habermann danken Pfarrer Werner Wolf zum Abschied im Namen der Pfarrgemeinde für sein jahrzehntelanges Wirken in Obertrubach. Sie schenken ihm einen Hut zum Wandern. © Foto: Franz Galster


Der Gemeinschaftschor unter Leitung von Ludwig Erhard hatte sich vorwiegend Liedgut zum Wirken Wolfs vorgenommen. Dazu zählte das Priesterlied, getextet von Werner Wolf nach der Melodie von "Lobet den Herren" und einem Satz von Ludwig Ebenhack. Es wurde gewidmet zum 40-jährigen Priesterjubiläum.

"Kein schöner Land": Nach dieser Melodie dichtete Erich Kirsch einen Text, der das Wirken von Werner Wolf in seiner Pfarrei beschreibt. "Theater und Blasmusik, die Plauderstund’, den Florianstag – er hat’s gegründet", ist da zu hören. Es erzählt von fröhlichen und traurigen Anlässen und von der Überzeugung, dass sein Herz (des Pfarrers) immer im Trubachtal bleibt.

Die Jugendblaskapelle, einst von Pfarrer Wolf gegründet, spielt beim Kirchenzug durchs Dorf. © Foto: Franz Galster


Pfarrgemeinderatsvorsitzender Markus Habermannsagte, der Zapfenstreich sei ein Zeichen der Dankbarkeit. Kein Abschied für immer soll es sein. Pfarrer Wolf hatte ausdrücklich keine Geschenke gewünscht. Der bewegendste Moment war für ihn, der mit dieser Veranstaltung überrascht wurde, als etwa 60 seiner Ministranten unter den Klängen der Jugendblaskapelle mit Lichtern in der Hand feierlich durch die Reihen einzogen und einen großen Halbkreis vor der Naturbühne bildeten.

Die Ministranten sind Pfarrer Werner Wolfs ganzer Stolz. Beim Zapfenstreich erwiesen sie ihm die Ehre. © Foto: Franz Galster


Zu ihnen, wie den Kindern im Kindergarten, pflegte er immer eine besonders innige Beziehung. Den Kindern war es ein Bedürfnis, nach der Erstkommunion zu den Minis zu gehören. Bei ihnen fiel dem Pfarrer der Abschied sichtlich schwer. "Haltet zusammen unter dem Zeichen des Kreuzes", appellierte er an die Gemeinde.

Dabei schaute er mit Freude auf die beleuchtete Kulisse des Altarsteins, von dem ein großes Kreuz grüßt. Er dankte Bernd Reichel, dass er das Gelände dafür zur Verfügung stellte. Zum Abschluss spendete er den Segen. Habermann dankte allen Helfern und Bernd Reichel sagte, was viele dachten: Der Tag übertraf die kühnsten Erwartungen. Er endete mit der Fahnenparade an der Pfarrkirche. Was nun? "Wir rücken enger zusammen", sagte Pfarrgemeinderat Erich Kirsch zuversichtlich. Pfarrer Werner Wolf hinterlässt ein großes Erbe.

FRANZ GALSTER

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