Effeltricher Tischtennis-Rebellen geben nicht auf

Holger Peter
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21.7.2020, 15:13 Uhr
Das kann doch nicht wahr sein: Das Tischtennis-Sommertheater geht in die nächste Runde. Effeltrichs Marius Zaus muss weiter warten, in welcher Liga er ab Herbst spielen wird.

Das kann doch nicht wahr sein: Das Tischtennis-Sommertheater geht in die nächste Runde. Effeltrichs Marius Zaus muss weiter warten, in welcher Liga er ab Herbst spielen wird. © Sportfoto Zink/JüRa

Wie mehrfach berichtet, hatten die Effeltricher zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs zwei Spiele weniger absolviert als die Konkurrenz und damit ihren Einspruch gegen den Zwangsabstieg begründet. Schließlich hätte man in diesen Partien gegen direkte Rivalen angesichts der Entwicklung der Saison gute Siegchancen gehabt.

Doch nachdem die erste Instanz das Ansinnen der DJK SpVgg abgeschmettert hatte, gab das Bundesgericht dem Drittligisten recht: Der Verband hätte für solche Fälle wie die Corona-Pandemie eine Härtefallregelung in ihrer Spielordnung haben müssen. Fast zwei Wochen nach dem Urteil ließ der DTTB die Katze nun aus dem Sack: Für die Vereine, die gegen den Abstieg oder den Nichtaufstieg geklagt hatten, gelte nun eine Quotientenregelung.

Jürgen Weninger, Sportlicher Leiter der Effeltricher: "Diese hilft uns nichts. Genauso wie zwei der anderen drei Vereine, die vor das Sportgericht gezogen waren." Nun wolle man sich mit den beiden anderen betroffenen Klubs in Verbindung setzen, um das Vorgehen möglicherweise abzustimmen.

Die Effeltricher wollen auf jeden Fall noch einmal den Gang durch die Instanzen wagen. Schließlich seien ihre reellen sportlichen Chancen in dieser Härtefallregelung nicht berücksichtigt worden. Die größten Hoffnungen setzt Jürgen Weninger dabei nicht auf die DTTB-Gerichte, sondern auf ein sportartenübergreifendes Schiedsgericht: "Schließlich musste heuer in keiner anderen Sportart ein Verein in einer solchen Situation absteigen." Die "Unendliche Geschichte" geht also weiter – es steht ein heißer Tischtennissommer bevor.

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