Samstag, 14.12.2019

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Eggolsheim will gegen Tank- und Rastanlage an A73 klagen

Der Gemeinderat hat sich schon 2018 gegen das Projekt an der A73 ausgesprochen - 29.09.2019 09:00 Uhr

Östlich des Lidl-Logistikzentrum (links) soll entlang der Autobahn eine Tank- und Rastanlage gebaut werden. 150 000 Quadratmeter Fläche werden dafür benötigt.


Im August hat die Autobahndirektion Nordbayern der Gemeinde die Entwurfsplanung zur Errichtung der bewirtschafteten Tank- und Rastanlage an der A 73, Richtungsfahrbahn Nürnberg vorgelegt und damit auch die Anfrage der Verwaltung beantwortet, weshalb eine "Unterführung" nicht in Frage komme; geotechnische Untersuchungen haben ergeben, dass sich hohe Grundwasserstände ergeben können – in der Gesamtabwägung musste deshalb die "Überführung" bevorzugt werden.

Große Frustration

Wegen der Flächenversiegelung hatte sich der Marktgemeinderat 2018 gegen das Projekt ausgesprochen. Bürgermeister Claus Schwarzmann erinnerte an die Aussage des bayerischen Verkehrsministers Hans Reichhart an Ostern des Jahres in Neuses, so komme die Anlage nicht. "Jetzt geht er", bemerkte Schwarzmann zu Reichharts Bewerbung als Landrat in seiner Heimatstadt Günzburg.

Im Schreiben der Autobahndirektion ist ferner der Anschluss an die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung der Gemeinde erwähnt. Die Frage von Peter Eismann (CSU): "Können wir das verhindern"? blieb offen. Der Marktrat hält an seiner Ablehnung fest und bekräftigt diesen ausdrücklich, steht im 19:0-Beschluss. Es werde nochmal einen Planfeststellungsbeschluss geben, informierte der Gemeindechef, "dann können wir gegen die Autobahndirektion klagen".

Nach der Vorstellung der einfachen Dorferneuerung Drosendorf im dortigen Schützenhaus für die Anwohner legte Stefan Seubert vom Bamberger Ingenieurbüro Weyrauther die Vorentwurfsplanung dem Gemeinderat zum Beschluss vor – dieser folgte zusammen mit der vertraglichen Vereinbarung mit dem Amt für ländliche Entwicklung einstimmig.

Bilderstrecke zum Thema

Was lange währt: Wie der Frankenschnellweg zur A73 wurde

Die allerersten Überlegungen für den Bau des Frankenschnellwegs reichen zurück bis Anfang der 1920er Jahre. Doch bis die Autobahn 73 zwischen Suhl und Nürnberg durchgängig befahrbar war, sollte es noch über 80 Jahre dauern - auch, weil der Weiterbau durch Proteste und Klagen immer wieder ins Stocken geriet.


Zum "Dorftreff" Kauernhofen im ehemaligen Gasthaus Eismann hatte Geschäftsführer Stefan Loch eine Nutzungsvereinbarung ausgearbeitet, die den Dorfvereinen für die turnusmäßigen Veranstaltungen dient, bis der beschlossene neue Treff in der gemeindeeigenen Scheune – voraussichtlich Ende 2021 — in Betrieb gehen kann. Danach wird das Gebäude abgebrochen.

Die Investitionen im Gasthaus-Übergangstreff seien überschaubar, viel hätten die Vereine selbst reingesteckt, bemerkte Schwarzmann zur Frage von Bürgerbundrat Stefan Pfister.

Mehr Wasser

Eingegangen ist vom Landratsamt der Antrag zur Verlängerung der Bewilligung zur Entnahme von Grundwasser aus den Drügendorfer- und Drosendorfer Quellen. In Drügendorf – jährliche Entnahme bisher 30 000 Kubikmeter – stimmte das Wasserwirtschaftsamt Kronach der Erhöhung auf 40 000 Kubikmeter zu, desgleichen in Drosendorf von 16500 auf 28000 Kubikmeter; einhellige Zustimmung folgte.

Bestellt sind 20 kombinierte Hundekotstationen für 18 vorgeschlagene Standorte – alle Ortschaften können bedient werden – auch Unterstürmig, wo bisher kein Standortvorschlag eingegangen ist. Bei Regen fehlt 22 Schülern, die sich am "Hirtentor" sammeln, eine Überdachung. "Ist aufgenommen", sagte Claus Schwarzmann zur Anregung von CSU-Rätin Dorothea Göller.

MARQUARD OCH

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