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Donnerstag, 22.08.2019

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Ein denkwürdiger Abend mit Tequila und der EGF-Big-Band

Das Publikum bleibt beim Sommerkonzert des Ehrenbürg-Gymnasiums Forchheim wunschlos glücklich zurück - 19.07.2019 08:00 Uhr

Beim Sommerkonzert des Ehrenbürg-Gymnasiums ging es musikalisch hoch her und wurde emotional, als ehemalige Big Band-Musiker einzogen, um Musiklehrerin Hermine Just eine Freude zu machen. © Udo Güldner


Doch plötzlich tauchen aus allen Ecken Trompeter, Posaunisten und Saxophonisten auf. Schüler sind es keine mehr. Es sind ehemalige Big Band-Musiker, die wie Manuel Heidrich sogar aus Berlin angereist sind. Einige haben „etwas ganz Handfestes gemacht“ (Just) und eine eigene Bigband gegründet. Die Swingaraiders etwa, von denen nicht nur Andreas Bauer, Ferdinand Kemeth und Tobias Dräger auf dem Podium stehen. So dicht gedrängt, dass keine Triangel mehr Platz findet.

Zwischen Tango und Reggae

Es wird nicht der einzige Abschied sein, der die Emotionen nach oben spült. Auch Ingbert Geiling (64) aus Bamberg beendet in wenigen Tagen seine 28-jährige Dienstzeit. Zuvor aber schnallt er noch einmal die Stirnlampe um, damit er trotz schöpferischer Dunkelheit seine Noten vor dem E-Piano noch sehen kann. Denn rund um den Unterstufenchor ist das galaktische Chaos, die fürchterliche Finsternis ausgebrochen.

Im Hintergrund haben Alexander Angerer, Pia Endres, Marvin Ogolla, Marie Stühler, Hannah Uttenreuther, Laura Walter und Celina Zöhner vom P-Seminar Kindermusical die Fäden gezogen, an denen die allzu menschlichen Planeten kreisen. Vorne erzählen Kim Lindner, Fabiola Söder, Fabian Uttenreuther, Panna Ujvari und Dóra Várallyay die Geschichte vom „Leben im All“. Musikalisch changiert die Mini-Oper zwischen Rock‘n‘Roll, Tango und Reggae.

Auch das Kindermusical „Leben im All“ und ein Abba-Medley begeisterten das Publikum beim Sommerkonzert. © Udo Güldner


Das Sonnensystem gerettet

Die Zuhörer sind noch vor dem Urknall live dabei, als ein Komet (Mia Röhling) die Welt vor dem Schwarzen Loch (Barnabás Várallyay) rettet und dafür sorgt, dass unser Sonnensystem in Ordnung kommt. Mit einem Hulahoop tanzenden Saturn (Lukas Oester), einem schüchtern errötenden Mars (Maximilian Schindler), dem niedlichen Pluto (Lilli Gschoßmann), der von allen angebeteten Venus (Lea Billes) und der strahlend schönen Sonne (Isabell Zeiler) im Zentrum. Nach einer knappen Dreiviertelstunde bester Unterhaltung hat der All-Tag die Zuhörer wieder: leider. Nur einige Sternschnuppen (Alexandra Zöhner, Lena Saffer, Sophie Schott, Marie Frick, Klara Bechtel, Line Andersen) tänzeln noch über das Parkett. Dann verglühen auch sie. Zurück bleibt das Publikum: wunschlos glücklich.

Im Doo Wop-Song „Rama Lama Ding Dong“ dürfen Nova Lowry, Katharina Bork, Alia Staub und Felicitas Ritter, die Silben kunstvoll hin und her wirbeln. Bei einem Abba-Medley kann man die nicht mehr ganz jungen Zuhörer beim Schwelgen in Erinnerungen beobachten. Eva Krause, Karla Mohr, Elke Gyönyör, Martin Ahrbecker, Katharina Büttner und Jessica Strobel haben den Schwung der 70er auf der Zunge.
  

UDO GÜLDNER

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