Freitag, 26.02.2021

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Eisvogel, Stadttaube oder Meise: Wer wird Vogel des Jahres?

LBV und NABU rufen zur Wahl im Internet auf - 17.01.2021 14:47 Uhr

Die Blaumeise ist einer der Titelanwärter.

17.01.2021 © Stefan Blank


Ob gelb, ob rot, ob blau, ob grau, groß oder klein, Greif- oder Singvogel – nach Runde eins sind zehn Kandidaten in der Endauswahl, die ab dem heutigen Montag im Internet über die Bühne geht.

Erstmals wird der Titel Vogel des Jahres in einer öffentlichen Wahl vergeben. Der Bayerische Landesbund für Vogelschutz (LBV) und sein bundesweiter Partner, der Natuschutzbund NABU, stellten in Runde eins 307 heimische Brutvogelarten und wichtige Gastvogelarten zur Wahl. In die Top Ten und damit in Runde zwei geschafft haben es Stadttaube (8937 Stimmen), Rotkehlchen (5962), Amsel (5088), Feldlerche (5069), Goldregenpfeifer (4772), Blaumeise (4532), Eisvogel (3764), Haussperling (3734), Kiebitz (3680) und Rauchschwalbe (3574). Nur knapp um 100 Stimmen gescheitert ist der Rotmilan auf Rang elf.

Ab heute können unter www.lbv.de/vogeldesjahres wieder Klicks verteilt werden, ehe am 19. März der Vogel des Jahres 2021 gekürt werden kann.

"Wir freuen uns sehr über das große Interesse an der ersten öffentlichen Wahl zum Vogel des Jahres. Mehr als 2500 Wahlkampfteams haben sich bundesweit zusammengeschlossen, um für ihren jeweiligen Kandidaten Wahlkampf zu machen", teilt LBV-Vorsitzender Norbert Schäffer mit. "Die Begeisterung für unsere heimische Vogelwelt, die wir in der Vorwahl erfahren haben, ist ein gutes Zeichen für den Artenschutz."

Sieben Titelträger dabei

Mit Stadttaube, Rotkehlchen, Amsel, Blaumeise und Haussperling haben sich fünf altbekannte und häufige Vogelarten für die Stichwahl qualifiziert, teilt der LBV mit. Fünf der Arten aus der Endrunde seien nicht gefährdet, vier seien gefährdet und eine Art wird in der Vorwarnkategorie der Roten Liste eingestuft.

Besorgniserregend sei laut LBV vor allem die Situation von Kiebitz und Feldlerche, die wie viele andere Vogelarten der Agrarlandschaft unter der Intensivierung der Landwirtschaft mit Monokulturen, hohem Pestizideinsatz und kaum Restflächen für die Natur leiden.

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Übrigens: Sieben der Finalisten trugen den Titel Vogel des Jahres, der seit 1971 vergeben wird, schon einmal, nur Stadttaube, Amsel und Blaumeise sind Neulinge.

Abgeschlagen auf Rang 292 landete dagegen mit nur acht Nominierungen der Teichrohrsänger, Vogel des Jahres 1989.

Weitere Informationen zur Wahl zum Vogel des Jahres 2021 gibt es unter www.lbv.de/vogeldesjahres, 307 Vogelportraits samt interessanter Fakten unter www.lbv.de/vogelportraits

STEFAN BLANK

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