Eldorado für Schnapsexperten: Tag der Brennereien am Walberla

20.10.2014, 07:26 Uhr
Auch in der Edelbrennerei Haas in Pretzfeld wurden am Tag der Brennereien Schnapsspezialitäten serviert.

Auch in der Edelbrennerei Haas in Pretzfeld wurden am Tag der Brennereien Schnapsspezialitäten serviert. © Roland Huber

Wieder einmal bewies das sich rund um den fränkischen Hausberg ausdehnende Obstanbaugebiet, in dem vorwiegend Kirschen und Zwetschgen, aber auch Äpfel und Birnen geerntet werden, welche unterschiedliche Sorten die heimischen Erzeuger inzwischen anbauen. So konnten die zahlreichen Besucher testen, dass der Zwetschgenschnaps bei der Brennerei Haas in Pretzfeld anders schmeckt als der der Brennerei Lang in Dobenreuth oder auch der der Brennerei Rackelmann in Mittelehrenbach — um nur einige der 14 beteiligten Brennereien zu nennen.
Über den Geschmackstest hinaus konnten sich die Gäste zwanglos darüber informieren, was in den edlen Destillaten steckt. Gleiches galt für das fränkische Bier, das die drei beteiligten Brauereien rund ums Walberla — Elch-Bräu, Nikl-Bräu und die Brauerei Drummer aus heimischen Hopfen herstellen. Geheimnisse gab es nicht, die Brenner und Brauer erteilten bereitwillig darüber Auskunft, wie die geistigen und malzigen Getränke entstehen, dazu waren alle Brennstuben weit geöffnet und die ersten Brände tropften aus den Hähnen.

Aber auch vieles andere um das Grundprodukt, das Obst, war zu sehen. Viele Obstsorten, darunter einige Neuheiten, waren zu verkosten. Gerade die kleineren Brennereien gaben beim Tag der offenen Tür gute Visitenkarten ab, um auch für Skeptiker erkennen zu lassen, wie wichtig die Vielfalt an ganz unterschiedlich strukturierten Kleinbetrieben im unübersichtlichen Markt der heutigen Zeit ist.


Sonderbusse und Züge


Dabei waren es nicht nur die vielen Autos, die Besucher aus der Metropolregion in das Gebiet „rund ums Walberla“ brachten, es gab einen Bus-Sonderverkehr und Züge, die auf die An- und Abfahrtszeiten abgestimmt waren. Sogar vom Walchensee in Oberbayern war eine Besuchergruppe in heimischer Tracht gekommen. Aber auch viele Wanderer und Radfahrer waren unterwegs, Kontrollen der „Grün-Weißen“ sind zumindest nicht besonders ins Auge gefallen.
An allen Punkten gab es nicht nur zu trinken, sondern auch ein reichhaltiges Speisenangebot, von dem auch reichlich Gebrauch gemacht wurde, wie die langen Warteschlangen vor den Ausgabestellen erkennen ließen.


 

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