Forchheimer Karate-Meisterin hat Olympia im Visier

17.10.2019, 13:49 Uhr
Silvia Schnabel im Dress der Nationalmannschaft.

Silvia Schnabel im Dress der Nationalmannschaft. © Foto: SKZ Forchheim/Hans Rosemann

Die glänzenden Momente der aktiven Karriere, die mit dem Europameistertitel 1992 im Kumite ihren Höhepunkt fand, liegen für das berühmteste Karate-Kid Forchheims schon etwas zurück. Doch dem Geruch von schweißgeschwängerter Hallenluft wollte Silvia Schnabel, gebürtige Wiegärtner, nie wirklich entkommen. Die Trägerin des fünften Dan zeichnet nicht nur für die Förderung der ambitioniertesten Talente ihres Heimatvereins verantwortlich und begleitet ihre Schützlinge auf überregionale Wettbewerbe, sondern nähert sich nun auch beruflicherseits wieder dem Karate. Die ausgebildete Physiotherapeutin gehört dem Betreuerstab der Nationalmannschaft an.

Nach Einsätzen bei den Premier League Turnieren in Dubai und Budapest weilt Schnabel derzeit mit dem Juniorenteam bei der Weltmeisterschaft in Santiago de Chile. Die Bundestrainer Nitschmann und Bitsch nennen das einen "Glücksfall" für den Verband, schätzen die Forchheimerin besonders wegen ihrer doppelten Kompetenz als Therapeutin und ehemaligen Leistungssportlerin, die "weiß, was sie macht, weil sie selbst schon dort war, wo die Athletinnen und Athleten jetzt stehen". Neben den teils 14-stündigen Diensteinsätzen finden bereits Gespräche für die Besetzung des Funktionsteams rund um die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio statt, wenn Karate seine Programm-Premiere gibt.

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