Austausch mit Wirten und Schaustellern

Forchheimer Kellerwald: Buden bleiben noch länger und Freundeskreis geplant

30.7.2021, 20:16 Uhr
Einzelne Buden sind gerade im Kellerwald zu finden - und sie bleiben vorerst noch länger.

Einzelne Buden sind gerade im Kellerwald zu finden - und sie bleiben vorerst noch länger. © Berny Meyer, NN

Im Forchheimer Kellerwald wäre gerade Trubel, wenn es keine Corona-Pandemie gegeben hätte und das traditionelle Annafest stattfinden würde, das rund 500.000 Menschen besuchen. Wie 2020 entfällt der Festbetrieb heuer auch. Doch die Bierkeller sind geöffnet - und seit rund einer Woche finden sich coronakonform verteilt wenige Buden, um Menschen-Ansammlungen zu vermeiden.

Kellerwald-Bürgermeister Udo Schönfelder

Kellerwald-Bürgermeister Udo Schönfelder © Ralf Rödel, NN

Herr Schönfelder, wird bald im Kellerwald abgebaut?

Nein, die Buden bleiben noch länger. Da es heuer kein Annafest gibt, ist das Ganze an kein Datum gebunden. Gerade bei schönem Wetter ist einiges los im Kellerwald. Wir haben uns mit Wirten und Schaustellern ausgetauscht und denken, es ist eine schöne Sache. Viele Forchheimer gehen doch gern im eigentlichen Annafest-Zeitraum auf die Keller. Wir beobachten also mal, ob die Besucherzahl in der nächsten Woche abnimmt.

Welche Bilanz ziehen Sie?

Ich bin begeistert, wie es lief und bedanke mich bei allen Beteiligten. Ich war selbst fast jeden Tag oben, mal länger, mal zum Durchlaufen und habe ein Lebkuchenherz für meine Frau und eines mit "Kellerwald-Bua" für mich gekauft. Es war eine entspannte Atmosphäre, ein friedliches, fränkisch-fröhliches Fest und ich freue mich besonders über die Familienfreundlichkeit. Die Schiffschaukeln waren oft alle besetzt. Vereinzelt wurde Musik gespielt, Blasmusik oder Gitarre und Quetsche – ohne Verstärker oder große Bühne, was Landratsamt und Polizei erlaubt hatten. In Planung ist ein Freundeskreis für alle, denen der Kellerwald am Herzen liegt.

Was hat es mit dem neuen Freundeskreis Kellerwald auf sich?

Die Idee ist, alle zu vereinen, denen unser Kellerwald am Herzen liegt und die sich dafür einsetzen wollen. Die früheren Bierköniginnen und der King Alladooch Ulli Raab zum Beispiel, aber auch Leute von weiter weg haben schon Interesse geäußert. Wir arbeiten gerade am Satzungsentwurf. Der Jahresbeitrag soll nicht die Welt kosten, zwölf Euro sind angedacht. Ein Logo und T-Shirt ist geplant.

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