Fränkische-Schweiz-Museum: Jens Kraus neuer Leiter

11.5.2017, 18:05 Uhr
Mit neuen Exponaten v. li.: Museumsleiter Rainer Hofmann, Vizelandrätin Rosi Kraus, Landrat Hermann Hübner und Hofmanns Nachfolger als Museumsleiter Jens Kraus.

© Foto: Weichert Mit neuen Exponaten v. li.: Museumsleiter Rainer Hofmann, Vizelandrätin Rosi Kraus, Landrat Hermann Hübner und Hofmanns Nachfolger als Museumsleiter Jens Kraus.

Seit 1983, noch vor der Eröffnung des Museums im ehemaligen Judenhof im Jahre 1985, ist Rainer Hofmann aus Forchheim das Gesicht des Fränkische-Schweiz-Museums. Nächstes Jahr geht Hofmann in den vorgezogenen Ruhestand und mit Kraus als seinen Nachfolger als Museumsleiter weiß er sein Museum nun in guten Händen. Die Nachfolge beschlossen, haben die Räte des Zweckverbands Fränkische-Schweiz-Museum im Gemeindehaus Tüchersfeld während des nichtöffentlichen Sitzungsteils der Zweckverbandssitzung. Ausgeschrieben wird nächstes Jahr dann auch die Stelle für einen neuen Museumspädagogen.

Hickhack um Tagesordnung

Zu Beginn der Sitzung ging es eben um diese Personalie und der Vorsitzende des örtlichen Rechnungsprüfungsausschusses, Rainer Polster (FW) aus Gößweinstein, hatte in einem Antrag zur Geschäftsordnung beantragt, diesen nichtöffentlichen Tagesordnungspunkt vorzuziehen.

Denn Polster war der Meinung, dass die Neubesetzung der Stelle des Museumsleiters Auswirkungen auf den Finanzplan der Folgejahre hat, dessen Beschlussfassung Gegenstand der Haushaltsverabschiedung 2017 ist. Dies sah Bayreuths Landrat Hermann Hübner (CSU) in seiner Eigenschaft als Zweckverbandsratsvorsitzender jedoch anders. Polsters Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt und es blieb bei der zuvor festgesetzten Tagesordnung.

Deutsch-tschechische Kooperation

2018 ist eine Sonderausstellung zum Dreißigjährigen Krieg unter dem Titel "Söldner, Schrecken, Seuchen – Franken und Böhmen in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges" in Kooperation mit dem Heimatmuseum im tschechischen Tachov geplant.

Mit dieser Ausstellung, die in beiden Museen zu sehen sein wird – in Tüchersfeld vom 24. März bis 23. September 2018 – will man den bayerisch-böhmischen Kulturtourismus weiterentwickeln.

Über die länderübergreifende Organisation Euregio Egrensis erhofft man sich dafür eine Förderung bis zu 85 Prozent. Hübner wurde vom Verbandsrat bevollmächtigt, entsprechende Zuschussanträge, auch beim Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds für weitere zwei länderübergreifende Projekte zu stellen, falls diese nicht auch über Euregio Egrensis gefördert werden können.

Rücklagen sinken

Die Rücklagen des Museums werden heuer voraussichtlich auf rund 32.000 Euro sinken, da 14.500 Euro aus der Rücklage für Anschaffungen für die Sonderausstellungen entnommen werden. Unter anderem auch für neue Stellwände, die laut Hofmann jedoch auch eine dauerhafte Anschaffung für weitere Ausstellungen in der Zukunft sind.

Noch weiter will Hübner die Rücklage nicht schmälern. "Denn was ist, wenn man schnell einen Dachdecker braucht oder ein Wasserrohrbruch wäre", so Hübner. Außerdem werde man nicht umhin kommen in den Gebäudeunterhalt investieren zu müssen. Dafür sind heuer 30.000 Euro vorgesehen. Am Ende blieb es bei der Beschlussvorlage, die einstimmig beschlossen wurde.

Ein Manko ist noch immer der fehlende Mobilfunkempfang in Tüchersfeld. So liegt auch das Regionalmuseum in einem Funkloch, was ein erheblicher Wettbewerbsnachteil ist. Hübner will sich dafür stark machen, dass in Tüchersfeld Mobilfunksender installiert werden. Laut Frühbeißer hätten dies die Mobilfunkbetreiber in der Vergangenheit wegen Unwirtschaftlichkeit jedoch immer abgelehnt.

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