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FW Pinzberg küren Elisabeth Simmerlein zur Bürgermeister-Kandidatin

Einstimmiges Votum der Freien Wählergruppe Pinzberg-Gosberg-Dobenreuth-Elsenberg - 25.11.2019 17:08 Uhr

Von links: Michael Schmitt, Thorten Glauber, Elisabeth Simmerlein, Frank Heuler und Marcus Steurer. © Franz Galster


Bei der Aufstellungsversammlung im Landgasthof Schrüfer in Pinzberg herrschte große Aufbruchstimmung bei der Freien Wählergruppe Dorfgemeinschaft (DG) Pinzberg-Gosberg-Dobenreuth-Elsenberg.

Michael Schmitt moderierte die Versammlung und begrüßte im voll besetzten Saal namhafte Gäste, unter ihnen Umweltminister Thorsten Glauber, dessen Vater, Altlandrat Reinhardt Glauber, den FW-Kreisvorsitzenden Manfred Hümmer, Parteikollegen wie Bürgermeister Rudolf Braun aus Weißenohe, aber auch lokale Urgesteine wie Martin Kreller und Otto Simmerlein. Es galt, 24 Kandidaten für die Gemeinderatswahl aufzustellen.

Im Zentrum des Geschehens stand allerdings die Kandidatur der 29-jährigen Bürgermeisterkandidatin Elisabeth Simmerlein. Thorsten Glauber erinnerte in seinem Grußwort an die Zeit von 1984, der Geburtsstunde der Liste der DG. „Ich empfinde Stolz über den Zuspruch für die neue Liste, auf der vor allem auch junge Leute vertreten sind“, sagt der Minister. In Pinzberg spielten die Jugendbürgermeister schon früh eine Rolle und auch Elisabeth Simmerlein hatte diese Funktion schon inne.

„Unterstützt die Elisabeth!“, appellierte Glauber eindringlich an die Anwesenden. Dann ging er auf die Gemeinde ein. Man habe den Ortscharakter bewahrt, habe „nie Entscheidungen Ortschaft gegen Ortschaft getroffen“, das sei das Verständnis der Gemeindearbeit. Die Gemeinde sei gut aufgestellt, pflege eine enge Nachbarschaft mit Forchheim und den damit verbundenen kurzen Wegen. Er bezeichnete es als selbstverständlich, als Minister auch für den Gemeinderat zur Verfügung zu stehen. Ohne das gebe „es keine Legitimation für Höheres“.

Zitat von Bismarck

„Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd“, zitierte Simmerlein Otto von Bismarck. Genau das wolle sie nicht: Ihre Worte, so Simmerlein, sollen auch nach der Wahl noch gelten. Sie wohnt in Elsenberg, studierte Jura und absolvierte anschließend den Betriebswirt. Ihr Opa Otto Simmerlein habe in ihr bereits 2008 die Begeisterung für die Politik geweckt. 2014 zog sie in den Gemeinderat und Kreisrat ein und hatte so bereits die Gelegenheit mit öffentlichen Amtsträgern Erfahrungen zu sammeln, Vernetzungen zu knüpfen und den Blickwinkel zu erweitern.

Simmerlein versprach, für die Gemeinde als Ganzes einzutreten, ohne einzelne Ortschaften zu bevorzugen. Lösungsorientiertes Denken, Kompromissbereitschaft und Kommunikationsfähigkeit versprach sie den Bürgern. Bei dieser Gelegenheit gab sie nochmals einen Überblick über die Gemeindearbeit der zurückliegenden Periode und Visionen für die Zukunft in den einzelnen Bereichen. Sie betonte, Generationsübergreifend da sein zu wollen und beendete ihre Rede mit dem Spruch: „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt kräftig an und handelt.“

Mit lange anhaltendem Beifall quittierten die Zuhörer ihre Ausführungen. 41 Mitglieder schritten anschließend zur geheimen Wahl – und Simmerlein erhielt 100 Prozent der Stimmen. Mit dem gleichen Resultat wurde die vorbereitete Wahlliste mit 24 Kandidaten angenommen. Zuvor hatten sich alle nochmals kurz vorgestellt.

„Das ist schon ein beeindruckendes Ergebnis“, meinte Reinhardt Glauber bei der Bekanntgabe. Die Liste und die Platzierungen waren vorher mit den Beteiligten abgestimmt, sodass der Wahlvorgang recht flott abgeschlossen werden konnte.

Als Beauftragte für den Wahlvorschlag wurden Michael Schmitt und Marcus Steurer bestimmt. „Wir haben eine junge Liste mit einem guten Mix zwischen Frauen und Männern. Pflegt einen fairen Umgang bei der Wahl. Einen geworfenen Stein und ein gesprochenes Wort kann man nicht zurückholen“, mahnte Glauber abschließend.

Am Mittwoch wird um 19.30 Uhr eine weitere Gruppe mit CSU-Bürgerblock eine Aufstellungsversammlung abhalten. Der amtierende Bürgermeister Reinhardt Seeber (CSU) wird nach 24 Jahren Amtszeit ausscheiden.

Die FW-Liste Pinzberg:

1. Elisabeth Simmerlein, 2. Thorsten Glauber, 3. Michael Schmitt, 4. Marcus Steurer, 5. Dominik Eger, 6. Christian Weiß, 7. Frank Heuler, 8. Sigrid Wagner, 9. Daniel Albrecht, 10. Marion Schrüfer, 11. Ulrich Wagner, 12. Claus-Georg Förstel, 13. Regina Stirnweiß, 14. Thomas Wagner, 15. Dominik Grau, 16. Kurt Lochner, 17. Petra Sponsel, 18. Peter Aulbach, 19. Simone Reichold, 20 Fabian Heusel, 21. Johanna Albrecht, 22. Johannes Lengenfelder, 23. Florian Drummer, 24. Johannes Schmitt.
Ersatzkandidaten: Eva-Maria Schmitt, Ottmar Förstel, Daniela Steurer.

 

Franz Galster

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